Das Porno-Sternchen Sexy Cora ist am Freitag beim Versuch gescheitert, einen neuen Weltrekord in Sachen Blowjob aufzustellen. Als Ziel hatte sie sich 200 Männer gesetzt, musste aber bei Nummer 75 aufgeben, als der Notarzt eintraf.
Coras Aufruf waren rund 200 Männer gefolgt, die sich als Freiwillige im Hamburger Sex-Kino „Sexy Heaven“ versammelt hatten. Ziel war es, einen neuen Weltrekord aufzustellen. Die Herren reihten sich in einer Schlange hinter einem Loch in der Wand auf, um sich von Sexy Cora oral befriedigen zu lassen.
Allerdings klappte das Vorhaben – auch Glory Hole genannt – nur knapp 50 Minuten. Bei Nummer 75 musste die 20-jährige Caroline aufgeben. Ihr wurde schwindelig, sie fiel in Ohnmacht. Nachdem ein Notarzt gerufen wurde, kam Sexy Cora mit der Diagnose Kreislaufkollaps ins nahegelegene St.-Georg-Krankenhaus, das sie ohne bleibende Schäden kurze Zeit später wieder verlassen konnte.
Immerhin konnte Sexy Cora einen Teilrekord für sich verbuchen: Laut ihrem Manager befriedigte sie in 50 Minuten 22 Männer bis zum Abschluss. Wer sich einen kostenlosen Eindruck von Sexy Cora verschaffen will, findet auf YouTube entsprechendes Material.
Der Rekord, den sie brechen wollte – und seine Geschichte
Der offizielle Rekord, den Sexy Cora im Blick hatte, gehörte der US-Darstellerin Summer Nyte: 249 Blowjobs in 14 Stunden, aufgestellt am 1. April 2005 im Tennessee Social Club in Nashville – moderiert von Pornostar Ron Jeremy. Summer Nyte schaffte dabei im Schnitt 18 Männer pro Stunde, womit immerhin der Stunden-Rekord an Sexy Cora gegangen wäre – hätte sie ihn tatsächlich gebrochen.
Der Versuch in Hamburg war jedoch nicht der erste seiner Art. Die Geschichte der inszenierten Rekordversuche in der Erwachsenenunterhaltung reicht deutlich weiter zurück. Den Anfang machte 1995 Annabel Chong mit dem Film „The World’s Biggest Gang Bang“ – 251 Sexakte, moderiert von Ron Jeremy, in einem Hollywood-Studio.
Ein Jahr später folgte Jasmin St. Claire mit einem angeblichen Rekord von 300 Männern – den sie später selbst als inszeniert beschrieb: Tatsächlich seien es rund 30 Männer gewesen, von denen nur zehn vor der Kamera performten.
1999 setzte Pornodarstellerin Houston mit 620 Sexakten einen neuen Maßstab, bevor Candy Apples im selben Jahr mit 742 nachzog – ihr Versuch endete durch eine Razzia der LAPD. 2004 behauptete Lisa Sparxxx bei der „Third Annual World Gangbang Championship“ in Warschau einen Rekord von 919 Männern.
Auch diese Zahl ist umstritten: Sparxxx selbst gab später an, es seien rund 150 Teilnehmer über 7,5 Stunden gewesen. Die Veranstaltung hatte zudem mit politischem Druck zu kämpfen – der damalige Warschauer Bürgermeister Lech Kaczyński erklärte sie kurzerhand für illegal.
Alle diese Versuche betrafen die Kategorie „Gangbang“ – also Sexakte im weiteren Sinne. Summer Nytes Marke von 249 Blowjobs war der spezifische Rekord, den Sexy Cora ins Visier genommen hatte.
Update: Wie der Rekord danach weiterging
Sexy Coras Scheitern in Hamburg blieb nicht das letzte Wort in dieser Kategorie. Kurz darauf versuchte die deutsche Amateurdarstellerin Lara Love, Summer Nytes Rekord in einem Berliner Swingerclub zu brechen – ebenfalls mit einem Glory Hole. Das Ziel: 250 Männer in 24 Stunden. Nach 150 Männern brach ein anwesender Arzt den Versuch wegen Erschöpfung und Kopfschmerzen ab.
Den Rekord knackte schließlich 2011 Lea Blow – eine Rheinländerin Anfang 30 – im Kölner Bordell Pascha, dem nach eigenen Angaben größten Bordell Europas. 800 Männer waren zu ihrem „Blowjob Day“ erschienen. Nach elf Stunden hatte Lea Blow Summer Nytes Marke von 249 eingestellt und letztlich mit 254 Blowjobs übertroffen.
Nachschrift: Sexy Cora starb im Januar 2011

Sexy Cora, bürgerlich Carolin Wosnitza, geborene Ebert, erlebte diese Entwicklungen nicht mehr. Am 11. Januar 2011 unterzog sie sich in einer Hamburger Privatklinik ihrer fünften Brustvergrößerung – von Körbchengröße 70 F auf 70 G. Während des Eingriffs kam es zu einem Herzstillstand infolge von Sauerstoffmangel. Ein Warnton, der die fehlerhafte Beatmung hätte anzeigen sollen, war von der Anästhesistin abgestellt worden. Carolin Wosnitza wurde ins Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf verlegt und verstarb dort neun Tage später, am 20. Januar 2011. Sie war 23 Jahre alt.
Die Anästhesistin wurde 2013 wegen fahrlässiger Tötung zu 14 Monaten auf Bewährung verurteilt. Das Verfahren gegen den Chirurgen wurde mangels hinreichenden Tatverdachts eingestellt. Ihr Witwer Tim Wosnitza erhielt durch ein Zivilurteil 2016 Schadensersatz in Höhe von bis zu 824.000 Euro, zahlbar in monatlichen Raten bis 2022.
Sexy Cora war zur Zeit ihres Todes eine der bekanntesten Pornodarstellerinnen Deutschlands. Die Website des Ehepaars Wosnitza hatte 2009 und 2010 einen Umsatz von kolportierten 2,7 Millionen Euro erwirtschaftet. Sie wurde am 2. Februar 2011 auf dem Friedhof Ohlsdorf in Hamburg beigesetzt.

