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Jean Pallett – Unterwegs in Sachen Liebe

Jean Pallet ist eine wahrhafte standfeste Größe im deutschen Pornobiz und das seit mehr als 10 Jahren. Geboren im wunderbaren Ruhrpott, genauer gesagt in Duisburg, erblickte Jean Pallett am 10. November 1970 das Licht der Welt.
Der nach eigenen Worten „glücklichen Kindheit“ und Schule folgte eine Ausbildung zum Industriemechaniker und vier Jahre als Zeitsoldat bei der Bundeswehr. Der Sprung ins Porno-Geschäft erfolgte dann Mitte 1994, unterbrochen von einem Ausflug in die Welt des Schlagers, bevor es dann 1999 mit spritziger Unterhaltung wieder weiterging.

Jean PalletHallo Jean, freue mich Dich nach der Venus wiederzusehen. Erzähl‘ mal, was stand eigentlich in der Happy Weekend-Anzeige, die dich ins Pornogeschäft brachte?

Da stand nicht viel mehr als die Zeile „Darsteller für erotische Filmproduktion“ gesucht.

Erinnerst du dich noch an deine erste Szene und welche Erwartungen / Vorstellungen hattest du vorm Dreh?

Ehrlich gesagt, hatte ich keine großartigen Erwartungen. Der erste Dreh war ähnlich wie der erste Besuch im Puff.

Jean PalletWas kannst du uns über die Zeit von Mitte bis Ender der 90er Jahre erzählen? Wie muss man sich die damalige deutsche Pornolandschaft im Vergleich zu heute vorstellen? Was war anders oder was war besser?

Damals war einfach alles anders. Die Szenen wurden in 30 Minuten abgedreht und von Viagra und ähnlichem war weit und breit nichts zu sehen. Alles lief harmonischer ab und die Darsteller waren noch richtig triebgesteuert. Das hat mich damals tierisch beeindruckt.

Seitdem sind ja einige Jahre vergangenen, weißt du in wie vielen Filmen du bis dato mitgespielt hast?

Ich hab das mal so über den Daumen gerechnet. Definitiv bin ich in mehr als 2.500 Streifen vertreten.

Eine beeindruckende Zahl … gab es in all den Jahren Darstellerinnen mit denen du besonders gerne zusammengearbeitet hast?

Sicher doch! Vivian Schmitt, sowie Jana Bach und Leonie sind schon echte Granaten. An der Seite von Carol Lynn hab ich damals auch schon spielen dürfen.

Soweit ich weiß, wäre eine gemeinsame Szene mit Silvia Saint ein großer Traum von dir gewesen… gibt es sonst noch Darstellerinnen mit denen du gerne drehen würdest?

Silvia Saint und Monica Sweetheart … die beiden lassen mein Herz und alles andere ganz schön pochen.

Jean Pallett mit Luna BIn diesem Zusammenhang gleich noch die Frage hinterher, ob du bestimmte Regisseure oder Firmen bevorzugst oder ist dir das egal?

Allein unter wirtschaftlichen Gründen gesehen, hat mir das egal zu sein. Natürlich fühle ich mich immer wieder geehrt, wenn Private an meine Tür klopft. Aber von Highclass-Filmen allein, lässt sich die Miete nicht bezahlen.

Die Liste der Firmen, für die du gearbeitet hast, ist ja recht beeindruckend und reicht bis in die Staaten. Wie sind deine Erfahrungen in den USA gewesen und wo siehst du die größten Unterschiede zu Deutschland?

Drüben läuft alles viel entspannter ab. Während der Szene steht die vollste Körperkontrolle und Hammer-Action im Vordergrund. Im Gegensatz zu hier, läuft auch sowohl davor, wie auch danach, der gesamte Ablauf am Set entspannter ab.

Du hast mal vor einige Zeit in einem Interview gesagt, dass du irgendwann komplett in die Staaten umziehen willst. Kannst du uns ein wenig erläutern, wieso und weshalb?

Kurz zusammen gefasst und auf einige Schlagwörter begrenzt, würde ich sagen: Klima, Sonne, Kalifornien, Girls und Geld. Denke mal, das dürfte an Argumenten reichen, oder?

Jean Pallet mit Renee PorneroDas glaube ich auch und macht mich ja fast schon neidisch. Wenn ich mich recht erinnere, zählt die „Barely Legal“-Serie, sowie „Island Fever“ zu deinen Favoriten im Bereich Pornofilm. Ich war ehrlich gesagt, darüber ein wenig überrascht, denn trotz des enormen Erfolges gelten doch beide Titel im Pornobereich oftmals als „soft“ und langweilig?

Soft JA, langweilig NEIN. Ehrlich gesagt, nervt mich das Gerede das harter Sex gewollt und gefragt ist. Ich hab mich mal in meinem ziemlich großen Bekanntenkreis umgehört und nur 10 Prozent stehen auf harte Action. Die meisten stehen auf heiße EROTIK und nicht auf WEGF*CKEN. Ich denke, das dieser Trend von ein paar wenigen Liebhabern ins Leben gerufen wurde.

Das kann ich unterstreichen, vor allem was die Erfahrungen im Bekanntenkreis angeht. Aber das hängt wohl auch damit zusammen, dass Produzenten in ihrer eigenen Welt leben. Wie siehst du selbst die Tendenz zu immer extremeren Szenen und Praktiken im Pornofilm und wo wäre für dich eine Grenze erreicht?

Teilweise sind bei mir die Grenzen schon lange erreicht. Aber was tut man nicht alles fürs liebe Geld. Ich hab‘ halt das Glück, dass ich mich anpassen kann. Ansonsten würde ich nur noch 2-3 mal pro Monat drehen. Dieses „ins Koma f*cken“ ist einfach nur nervig und ungeil.

Jean PalletStimmt es eigentlich, dass du als Kameramann arbeitest? Für wenn arbeitest du und würdest du auch gerne eigene Filme machen?

Ich hab diverse Filme für DBM und PUAKA gedreht. Auch für MMV stand ich schon hinter der Linse.

Wie sehr unterscheidet sich der Sex vor der Kamera von privatem Sex und verschwimmen für einen Darsteller da schon mal die Grenzen?

Ich bin ja meist „Single in diversen Beziehungen“ und da verschwimmen die Grenzen schon ab und an. Wenn es aber mal richtig gefunkt hat, dann stehe ich mehr aufs zu Tode kuscheln.

Du warst mehrfach verheiratet und hast auch eine Tochter. Ist eigentlich für einen Darsteller oder eine Darstellerin eine „normale“ Beziehung möglich?

Weniger. Ehrlich gesagt, bin ich auf Beziehungsstress auch gar nicht so wild. Hat mir in der Vergangenheit eigentlich nichts als ärger und Kosten eingebracht.

Jean PalletWas würdest du einem Neueinsteiger raten, der als Darsteller anfangen will?

Er sollte vorab wohlhabend sein, ansonsten verhungert er. Das heißt, er sollte den Job nicht vorrangig wegen dem Geld machen wollen, sondern Spaß daran haben, sich vor der Kamera zu präsentieren. Spaß am Sex reicht da nicht.

Was ist deiner Meinung nach, dass größte Vorurteil übe