„Ich spiele nicht. Ich bin, wie ich bin.“ Dieser Satz fällt ziemlich früh in unserem Gespräch mit Lena Desire und beschreibt sie vermutlich besser als jede Berufsbezeichnung. Domina, Bizarr Lady, Darstellerin, Content Creatorin und Unternehmerin gehören für die Berlinerin zusammen. Eine klare Grenze zwischen öffentlicher Figur und Privatperson zieht sie nicht.
Der Weg dorthin verlief alles andere als geradlinig. Lena absolvierte zunächst eine Ausbildung zur Friseurin, wurde später Gesundheits- und Krankenpflegerin und arbeitete kurzzeitig in einer geschlossenen Psychiatrie. Nach dem Umzug nach Berlin kam sie über Gastronomie und ein BDSM Studio schließlich zu ORION, wo sie zwei Shops führte. Der reine Verkauf reichte ihr irgendwann nicht mehr: Sie wollte selbst aktiv Teil der Branche werden.
Heute steht Lena für professionelle Produktionen vor der Kamera und ist seit November 2025 auf MyDirtyHobby aktiv. Rund drei Monate später erhielt sie dort einen Exklusivvertrag. German-Adult-News begleitet ihre Entwicklung bereits seit 2025. Nach unserem ersten ausführlicheren Porträt, der News zu ihrem MDH Exklusivstatus und einem kurzen Gespräch mit Ronya Rabe auf der Exquisit Messe 2026 war es Zeit für ein längeres Interview.
Wir sprechen mit Lena über Dominanz und Verantwortung, ihren Alltag vor der Cam, ihre ersten Filmproduktionen, Körpermodifikationen, den VENUS Stammtisch und darüber, wie sie ihre eigene Karriere heute sieht.
Am Ende nahm das Gespräch noch eine Wendung, die zu Beginn nicht geplant war.
Lena Desire als Person und öffentliche Figur
Wer nur deine Bilder sieht, begegnet einer sehr kontrollierten, dunklen und dominanten Inszenierung. Welche Seite deiner Persönlichkeit bleibt dabei meistens unsichtbar?
Lena: Ich bin alles andere als kontrolliert. Ich vergesse vieles, fange alles auf einmal an und habe selten die Geduld, etwas zu Ende zu bringen. Dominant bin ich privat auch. Ich liebe es, wenn alles nach meiner Nase läuft, was natürlich nicht immer so sein kann. Dunkel bin ich, abgesehen von meiner Kleidung, überhaupt nicht. Ich bin ein sehr lustiger und offener Mensch und liebe es, wenn alle um mich herum glücklich sind und mit mir lachen.
Wo endet die Rolle Lena Desire und wo beginnt die private Frau hinter diesem Namen?
Lena: Für mich vermischen sich beide Persönlichkeiten. Ich spiele nicht. Ich bin, wie ich bin, im Job und auch privat. Natürlich ändert sich das ein wenig in privaten BDSM Sessions. Dort bringe ich meine Strenge anders zum Ausdruck. Ich würde sagen, jeder, der bis jetzt mit mir gearbeitet hat, kann behaupten, dass ich sehr authentisch bin.

Bezeichnest du dich heute zuerst als Domina, Bizarr Lady, Darstellerin, Unternehmerin oder Content Creatorin, oder lässt sich das gar nicht trennen?
Lena: Ich kann das nicht trennen. Ich bin jeden Tag alles und das ist auch gut so. Leider ist mir schnell langweilig und ich liebe diese Abwechslung.
Wann hast du gemerkt, dass Lena Desire nicht mehr nur ein Künstlername, sondern eine eigene Marke geworden ist?
Lena: Ich weiß nicht so recht, ob ich das bereits gemerkt habe. In Situationen, in denen mich jemand erkennt, merke ich, dass sich etwas verändert. Ich freue mich jedes Mal riesig darüber.
Von der Ausbildung bis zu den ORION Shops
Dein beruflicher Weg wurde bisher in verschiedenen Quellen etwas unterschiedlich erzählt. Deshalb wollten wir die Chronologie einmal komplett aus erster Hand hören.
Erzähl uns einmal chronologisch und in deinen eigenen Worten: Schule, Friseurausbildung, Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin, Umzug nach Berlin, Studio und die beiden Shops. Wie hängt das für dich zusammen?
Lena: Ich habe meinen weiterführenden Hauptschulabschluss an der Berufsschule in Mayen in Rheinland-Pfalz, meiner Heimat, gemacht. Danach begann ich meine Ausbildung zur Friseurin und somit die mittlere Reife.
Nach zwei Jahren als Shop-Leitung wollte ich mich weiterbilden und entschied mich dazu, eine Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin zu machen. Nach bestandener Prüfung arbeitete ich kurze Zeit in einer geschlossenen Psychiatrie.
Ich zog nach Berlin, arbeitete in diversen Bars, Discos und Kneipen. Ich begann im Studio zu arbeiten, übernahm zwei Shops von ORION, kündigte das Verhältnis nach zwei Jahren und begann in der Pornobranche zu arbeiten.
Ich wollte schon immer mit Menschen arbeiten und dessen bin ich mir auch treu geblieben.
Du hast in einem früheren Interview erwähnt, die beiden Shops in Berlin als bestehende Filialen von ORION übernommen zu haben. Können wir das für unseren Artikel so bestätigen, und wie kam es zu dieser Übernahme?
Lena: Ja, das stimmt. Nach einer Weile entschied ich mich dazu, noch etwas Beständigeres machen zu wollen. Da ich in der Branche bleiben wollte, bewarb ich mich bei ORION. Ursprünglich wollte ich als Angestellte dort arbeiten, doch beim Vorstellungsgespräch wurde ich gefragt, ob ich nicht einen Shop leiten würde. Nach kurzer Zeit kam dann der zweite dazu.
Was hat dich an der Psychologie des Menschen so gepackt, dass daraus der Wunsch nach einer Pflegeausbildung wurde?
Lena: Ich interessiere mich schon immer für die Gedanken der Menschen. Ich finde die Vielfalt wahnsinnig interessant und generell fasziniert mich die Komplexität des menschlichen Gehirns unheimlich.
Wenn ich noch einmal zurück in den Beruf gehen würde, dann ausschließlich in eine Psychiatrie.
Wie kam es zum Schritt nach Berlin und in dein erstes BDSM Studio?
Lena: In Bars, Discos und Kneipen lernt man am besten Menschen kennen, dachte ich mir. So lernte ich auch eine Dame kennen, die mir erzählte, dass sie als Domina in einem Studio arbeitet.
Das machte mich neugierig und so ging ich mit ihr, um mir das Ganze anzuschauen. Ich war sofort verliebt und belegte Kurse, um meine Fähigkeiten aufzubauen.
Was hat dich am Verkauf in den Shops nach einiger Zeit so eintönig werden lassen, dass du selbst vor die Kamera wolltest?
Lena: Ich hatte einfach keine Lust mehr, jeden Tag zehn Stunden im Laden zu sitzen. Ich bin ein sehr aktiver Mensch und wollte aktiv mitwirken.
Gab es einen konkreten Moment, an dem du beschlossen hast, die Shops aufzugeben?
Lena: Ja, es gab einen Punkt, an dem ich bemerkt habe, dass ich wirklich sehr unglücklich mit meinem Leben bin, wenn ich jeden Tag der Woche den ganzen Tag im Laden festsitze. Ich will etwas sehen, erleben und aktiv sein.

Wie schwer war es, ein aufgebautes Geschäft aufzugeben, ohne zu wissen, ob die neue Karriere trägt?
Lena: Da ORION ein Franchise-Unternehmen ist, hatte ich damit nicht viel Arbeit. ORION nimmt die Geschäfte, um es einfach auszudrücken, einfach wieder zurück.
Und ob die neue Karriere ein Erfolg wird? Tja, da hatte ich keine Ahnung. Aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt, und ich liebe Herausforderungen.
Wenn es nicht so funktioniert, wie ich es mir vorstelle, mache ich einfach wieder etwas anderes, worauf ich Bock habe.
Welche Erfahrungen aus Ausbildung und Einzelhandel helfen dir heute bei Fans, Produktionen oder geschäftlichen Entscheidungen?
Lena: Die Ausbildungen haben mir einiges an Menschenkenntnis gebracht. Der Einzelhandel ebenso, und die dazugehörige Selbstständigkeit brachte mir mein unternehmerisches und wirtschaftliches Wissen.
Dominanz, BDSM und Verantwortung
Was fasziniert dich stärker: die körperliche Erfahrung, die Psychologie oder das Spiel mit Macht und Kontrolle?
Lena: Im Vordergrund steht für mich ganz klar die Psychologie. Ich finde, das Spiel mit Macht und Kontrolle fließt ganz stark in die Psychologie mit ein.
Was unterscheidet für dich eine überzeugende Domina von jemandem, der lediglich das passende Outfit trägt?
Lena: Alleine mein Outfit macht noch lange niemanden hörig. Vielleicht für einen kurzen Moment der Begeisterung über das mächtige Aussehen. Aber ein selbstbewusstes Auftreten, die passende Strenge und ein Hauch Arroganz sind das, was man braucht, um auch im Weiteren führen zu können.
Das Wichtigste ist jedoch die Gabe, den Menschen lesen zu können, ihm zuzuhören, auf seine Wünsche einzugehen, seine Grenzen nicht zu überschreiten oder sogar auszutesten.
Wenn man dann noch die Gabe besitzt, jemanden weiter in die Welt einzuführen, Vertrauen aufzubauen und Dinge zu zeigen, die er lieben lernt, die Fähigkeit, einen Menschen dazu zu bringen loszulassen und den Rest der Welt für einen Moment zu vergessen, dann ist man eine überzeugende und erfolgreiche Domina.

Wie bereitest du eine Session mit jemandem vor, den du noch nicht kennst?
Lena: Von vornherein wird immer ein ganz normales Gespräch auf Augenhöhe geführt. Vorlieben, Tabus, was möchte der oder diejenige ausprobieren?
Wie findest du heraus, ob ein Wunsch eine belastbare Fantasie oder eine gefährliche Grenzüberschreitung ist?
Lena: Es gibt immer wieder kuriose Anfragen. Ich zum Beispiel nehme aber auch nicht alle an. Wenn ich denke, das ist einfach zu viel und sollte eventuell nur eine Fantasie im Kopf der Person bleiben, lehne ich es ab. Nicht alles will ausgeübt werden.
Unter anderem ist es noch wichtig, die Person nach Krankheiten zu fragen. Je nachdem kommen einige Praktiken nicht infrage.
Welche Bedeutung haben Vorgespräch, Safewords und Nachsorge in deiner Arbeit?
Lena: Das Vorgespräch ist wichtig, um herauszufinden, was überhaupt in der Session passieren soll, um den Menschen kennenzulernen, falls ich ihn noch nicht kenne, und um eventuelle Einschränkungen zu erfragen. Vorlieben, Tabus und so weiter.
Das Safeword ist sehr wichtig. Ich kann nicht immer erkennen, ob etwas zu viel ist, was ich tue. Dafür gibt es das Safeword, um jegliche Praktik sofort abzubrechen.
Die Nachsorge ist wichtig, erstens, um mir ein Feedback zu geben, und zweitens, um den Gast noch besser kennenzulernen und kommende Sessions noch besser gestalten zu können.
Unter anderem müssen einige nach der Session emotional aufgefangen werden, da das ganze Spiel sehr viele Emotionen auslösen kann.
Wie viel Verantwortung trägt die dominante Person tatsächlich, auch wenn sie als „alles kontrollierend“ inszeniert wird?
Lena: Für mich trage ich die gesamte Verantwortung während einer Session. Trotzdem gibt es auch Sessions auf Augenhöhe und ich kontrolliere nicht ständig alles. Jede Session ist anders und jeder mag es vollkommen, die Kontrolle abzugeben.
Gibt es Wünsche oder Praktiken, die du grundsätzlich ablehnst?
Lena: Nein, eigentlich nicht. Ich lehne nur Dinge ab, die meine Gesundheit oder die des Gastes in Gefahr bringen. Was ich auch nicht unterstütze, sind Praktiken beziehungsweise Fantasien, die gesetzlich und für mich auch moralisch verboten sind.
Kann man Dominanz lernen, oder muss der Charakterzug bereits vorhanden sein?
Lena: Ich finde, man kann es auch erlernen. Aber wenn es einem nicht liegt oder nicht gefällt, merkt das dein Gegenüber schnell.
Welche Fehler machen Einsteigerinnen und Einsteiger in der Szene besonders häufig?
Lena: Ich denke, die meisten stellen sich vieles sehr einfach vor und sind dann am Ende überrascht. Oft bieten sie viele Dinge an, die sie gar nicht können.
Ich finde es wichtig zu üben, bevor ich etwas anbiete, damit auch keine Verletzungen oder Ähnliches entstehen. Beide Parteien wollen am Ende einer Session zufrieden sein.
Aber auch an die Gäste: Tastet euch langsam ran. Für beide gilt: Kommunikation ist das Wichtigste!
Cam-Karriere und MyDirtyHobby
Seit November 2025 ist Lena Desire auf MyDirtyHobby aktiv. Rund drei Monate später wurde sie Exklusivmodel der Plattform. Bei ihrem Einstieg spielte auch die Jenny Stella Academy eine wichtige Rolle.

Was hast du in den ersten Wochen anders gemacht als viele andere Newcomerinnen?
Lena: Ich weiß es nicht. Ich habe einfach mein Ding gemacht und war, glaube ich, sehr aktiv.
Wie viel eines guten Cam-Auftritts ist spontan und wie viel geplant?
Lena: Bei mir ist alles spontan. Ich gehe auf die Wünsche der Zuschauer ein und mache, worauf ich gerade Bock habe.
Was erwarten deine Zuschauer von Lena Desire, das sie bei anderen offenbar nicht finden?
Lena: Ich denke nicht, dass man bei mir etwas findet, was man bei anderen nicht findet. Es gibt einfach einige, die mich mögen und die mit mir großen Spaß haben. Es gibt aber auch einige, die mich gar nicht mögen und andere dafür lieber. Das ist vollkommen in Ordnung.
Ich denke, in erster Linie erwarten meine Zuschauer, dass ich weiterhin ehrlich, wild und verrückt bleibe.
Welche Rolle spielte die Jenny Stella Academy bei deinem Einstieg?
Lena: Eine sehr große Rolle. Ohne die Unterstützung hätte ich das alles nicht geschafft. Der Kontakt zu MyDirtyHobby (Partnerlink) ist wesentlich einfacher, das Verwalten meiner Seite ebenfalls.
Ohne Hilfe und Unterstützung ist der Einstieg sehr schwer. Aber ich hatte Glück und habe tolle Menschen kennengelernt, die mir gerne unter die Arme greifen.
Gibt dir der Exklusivvertrag mehr Sicherheit, oder schränkt er deine unternehmerische Freiheit auch ein?
Lena: Anfangs hatte ich mich sicherer gefühlt, da alles sehr neu war. Mittlerweile fühle ich mich eher etwas eingeschränkt.
Was ist an Cam-Arbeit anstrengender, als Außenstehende vermuten?
Lena: Für mich sind es die Wartezeiten, wenn mal nichts los ist. Natürlich ist es auch nicht so einfach, ständig in eine andere Rolle zu schlüpfen.
Jeder mag etwas anderes und das muss man erst einmal können, sich innerhalb von Sekunden auf einen anderen User einzulassen. Der Switch geht oft sehr schnell.
Erste DVD und professionelle Produktionen
Ihre erste DVD ist inzwischen erschienen. Weitere Produktionen wurden bereits gedreht.

Mittlerweile ist ja auch deine erste DVD erschienen. Wir haben sie bereits in unseren Filmreviews vorgestellt. Aber wie siehst du die Produktion selbst? Bist du zufrieden oder hättest du im Nachhinein etwas anders gemacht?
Lena: Ich bin zufrieden. Das ist meine erste DVD. Klar geht es immer noch ein bisschen perfekter, aber das ist ja normal. Wenn man so nicht denkt, bleibt man im Leben stehen.
Zur Einordnung für unsere Leser: Ist das die Produktion, die im Januar in Berlin gedreht wurde, oder gab es zwischenzeitlich noch einen weiteren Dreh? Wir wollen die Titel und Zeitleiste sauber halten.
Lena: Nein, das war nicht die Produktion von Januar. Und klar, es wurde noch wesentlich mehr gedreht bis heute.
Bleibt einfach gespannt, es kommt noch einiges.
Was verstehst du selbst unter einer Bizarr-Produktion, im Unterschied zu einem klassischen Adult-Film?
Lena: Bei einer Bizarr-Produktion wird noch viel mehr auf den BDSM Bereich eingegangen. Das sieht man so in der Form im klassischen Film nicht.
Welche Arten von Rollen oder Szenen reizen dich vor der Kamera besonders?
Lena: Ich bin schon gerne die Dominante, bei Frauen und auch bei Männern. Ich liebe es aber auch, mal zu switchen und mich zur Abwechslung führen zu lassen.
Ich liebe es, ein bisschen Story in den Film zu bringen. Aber am liebsten mag ich dann natürlich, wenn es richtig rundgeht.
Wie viel Mitspracherecht möchtest du bei Handlung, Styling und Partnerwahl haben?
Lena: Da möchte ich auf jeden Fall mitentscheiden. Ich mache nichts, was ich nicht gut finde. Wenn ich mich nicht wohlfühle, bringt das niemandem etwas.
Welche Voraussetzungen muss eine Produktion erfüllen, bevor du zusagst?
Lena: Der Inhalt und die Mitwirkenden sollten mir zusagen. Viel mehr Anspruch gibt es nicht.
Würdest du langfristig auch selbst Konzepte entwickeln oder Regie führen?
Lena: Ja, ich glaube, das würde mir auch Spaß machen. Aber dafür muss ich noch etwas üben und mehr von außen betrachten.
Was müsste sich bei Kommunikation, Einvernehmen und Sicherheit in der deutschen Adult-Branche verbessern?
Lena: Ich finde, dass in der deutschen Adult-Branche bereits viel Wert auf Kommunikation und Einvernehmen gelegt wird.
Trotzdem sollten offene Kommunikation, jederzeit widerrufbares Einvernehmen und Sicherheit immer an erster Stelle stehen, damit sich alle Beteiligten respektiert und wohlfühlen.
Körpermodifikationen und visuelle Identität
Tattoos, Piercings und ihre gespaltene Zunge gehören längst zu Lenas Wiedererkennungsmerkmalen. Bei unserem kurzen Gespräch auf der Exquisit Messe 2026 war Body Modification bereits ein Thema. Diesmal wollten wir wissen, was hinter der Optik steckt.
Deine Körpermodifikationen sind heute Teil deiner Wiedererkennbarkeit. Waren sie ursprünglich rein persönliche Entscheidungen, oder spielte die spätere Inszenierung schon eine Rolle?
Lena: Nein, das waren rein persönliche Entscheidungen. Ich liebe es, mich zu verändern, und finde es einfach schön. Da habe ich an nichts anderes gedacht außer an mich selbst.

Verändert eine Schlangenzunge nur das Aussehen oder auch das eigene Körpergefühl?
Lena: Für mich fühlt sich auch einiges anders an. Küssen zum Beispiel und eigentlich alles, was man mit der Zunge so macht, fühlt sich anders an als früher.
Wurdest du schon mal stärker auf deine Optik reduziert als auf deine Persönlichkeit oder Arbeit?
Lena: Natürlich, schon wirklich sehr oft. Ich denke aber, es gibt viele Menschen, die diese Erfahrung bereits gemacht haben.
Auf Instagram tauchen inzwischen neben der dunklen BDSM Ästhetik auch Fantasy- und Wikinger-Motive auf. Willst du deine Bildwelt bewusst breiter aufstellen?
Lena: Ja, auf jeden Fall. Ich probiere mich einfach aus. Ich liebe es, mich zu verkleiden und in andere Rollen zu schlüpfen.
Welche Bildwelten oder Rollen würdest du gern noch ausprobieren?
Lena: Etwas komisch, aber irgendwas mit Aliens würde mir gefallen oder in die Avatar-Richtung. Generell interessiert mich Cosplay auch ein wenig.
Ich würde sagen, ich probiere alles aus, was sich anbietet, um herauszufinden, was mir besonders gefällt.
VENUS Stammtisch und journalistische Ambitionen
Lena gehört zu den Mitinitiatoren des VENUS Stammtischs. Bei der Premiere im März 2026 kamen rund 50 Gäste aus Branche, Creator-Szene und Publikum zusammen.
Die VENUS Berlin 2025, auf der Lena zu Cute and Dangerous XXX kam, war bereits ihre vierte VENUS als Besucherin.
Wie hat sich dein Blick auf die Messe verändert, seit du selbst Teil der Branche bist statt nur Gast?
Lena: Ich werde dieses Jahr zum ersten Mal erleben, was es heißt, nicht als Besucherin, sondern als aktive Darstellerin teilzunehmen.
Ich bin schon sehr gespannt, was dieses Jahr auf mich zukommt.
Wie entstand die Idee zum VENUS Stammtisch und welchen Anteil hattest du an der Entwicklung?
Lena: Die Idee entstand in einer entspannten Runde gemeinsam mit Olli und André von Cute and Dangerous XXX.
Wir haben uns gefragt: Was können wir machen, um als Creator und Fans außerhalb der VENUS entspannter zusammenzukommen? Und siehe da, die Idee zum VENUS Stammtisch war geboren.
Rund 50 Gäste kamen zur Premiere. Was hat dich an diesem ersten Treffen am meisten überrascht?
Lena: Dass es doch so viele waren, die uns besucht haben. Die Atmosphäre war super entspannt und die Idee wurde dankend angenommen und genutzt.
Du hast moderiert und selbst Kurzinterviews geführt. Hat dir das Spaß gemacht, und hast du Ambitionen, journalistisch weiter aktiv zu sein, zum Beispiel als Reporterin auf Messen?
Lena: Anfangs war ich mir ein bisschen unsicher und habe mich etwas unvorbereitet gefühlt. Rückblickend fand ich es super und es hat mir wirklich Spaß gemacht. Mehr davon!
Das klingt doch nach einer Aufforderung, der ich gerne nachkommen könnte. Vielleicht etwas spontan, aber wir sind gerade tatsächlich auf der Suche nach einer neuen Messe-Reporterin für die VENUS 2026. Was meinst du dazu? Hättest du Lust und Zeit?
Lena: Oh wow, das kommt jetzt tatsächlich etwas überraschend!
Aber ja, sehr gerne! Ich hätte auf jeden Fall Lust darauf und würde mich freuen, die Chance zu bekommen, als Messe-Reporterin auf der VENUS 2026 dabei zu sein.
Nach den Kurzinterviews hat es mir wirklich Spaß gemacht und ich glaube, dass das eine super Gelegenheit wäre, noch mehr Erfahrungen zu sammeln und mich dabei auszuprobieren.
Also: sehr gerne!

Das klingt nach einem Volltreffer für uns und freut mich sehr. Ich bin gespannt und freue mich darauf. Alles Weitere besprechen wir später.
Aber lass uns jetzt erst einmal das Interview zu Ende führen: Was lässt sich in einem jugendfreien Format über die Branche vermitteln, das in klassischen Berichten oft fehlt?
Lena: Mir geht es nicht darum, etwas zu verherrlichen oder zu schockieren. Ich finde einfach, dass viele Berichte sehr oberflächlich sind.
Viel spannender ist doch, wie die Branche wirklich funktioniert, welche Menschen dahinterstecken und welche Themen im Alltag eine Rolle spielen. Ein Blick hinter die Kulissen kann helfen, sich ein eigenes Bild zu machen.
Soll der Stammtisch vor allem Fans, Branche oder beides ansprechen?
Lena: Der Stammtisch ist für alle gedacht. Creator können sich austauschen und über eventuelle Kooperationen diskutieren, Fans kommen ihren Lieblingen näher.
Cute and Dangerous XXX und die Personenmarke Lena Desire
Was übernimmt Cute and Dangerous XXX für dich und welche Entscheidungen triffst du weiterhin allein?
Lena: Cute and Dangerous XXX steht mir in allen Situationen bei. Natürlich entscheide ich selbst. Mit wem will ich arbeiten? Wo will ich arbeiten?
Bevor ich irgendetwas in Angriff nehme, sichere ich mich aber erst ab, frage nach deren Meinung und sichere mich dann in deren Rechtsabteilung ab. Genauso andersherum. Wenn es um Magazine oder Sonstiges geht, habe ich natürlich immer Mitspracherecht.
Ich finde, wir arbeiten einfach sehr gut zusammen und Hand in Hand.

Passt der Name „Cute and Dangerous“ eigentlich auch zu dir oder überwiegt eindeutig der gefährliche Teil?
Lena: Doch, ich finde, der Name passt. Wer meine Filme kennt, kann das bestimmt bestätigen.
Was möchtest du grundsätzlich nicht zur Ware oder zum Bestandteil deiner Marke machen?
Lena: Mein privates Leben und meine Vergangenheit, Schicksale.
Dann habe ich natürlich auch meine eigenen moralischen Grenzen und würde niemals Menschen für Klicks, Geld oder Sonstiges ausnutzen beziehungsweise bloßstellen.
Öffentlichkeit, Grenzen und Zukunft
Wie gehst du damit um, dass Plattformen wie Instagram eine öffentliche Marke ermöglichen, erotische Inhalte aber gleichzeitig einschränken?
Lena: Ich finde, gewisse Einschränkungen sind völlig legitim und müssen auch zum Schutz Minderjähriger sein. Ich habe mein Profil zum Beispiel auf 21 Jahre eingestellt.
Trotzdem bekomme ich des Öfteren Einschränkungen, was ich natürlich etwas nervig finde und nicht wirklich nachvollziehen kann.
Ich finde, Erotik sollte nicht explizit eingeschränkt werden und lediglich für Minderjährige unzugänglich sein.
Wie schützt du dein Privatleben, wenn Fans persönliche Nähe erwarten?
Lena: Ich kommuniziere einfach sehr offen, was geht und was nicht. Bis jetzt waren alle immer sehr einsichtig und freundlich.
Was bedeutet beruflicher Erfolg für dich heute?
Lena: Ganz kurz und knapp: Wenn ich an dem, was ich tue, Spaß habe und damit auch noch mein Leben finanzieren kann, dann habe ich es geschafft.
Wo soll Lena Desire in drei Jahren stehen?
Lena: Ich schaue nicht so sehr auf morgen. Ich lebe meistens im Hier und Jetzt. Aber ich hoffe natürlich, dass ich mindestens genauso dastehe wie jetzt und eventuell noch ein bisschen besser.
Welche öffentlich verbreitete Aussage über dich würdest du gern korrigieren oder genauer erklären?
Lena: Um ehrlich zu sein, gibt es da nichts.

Welche Frage wird dir in Interviews zu selten gestellt?
Lena: Ich finde, alle Interviews, die ich bis jetzt geführt habe, waren sehr abwechslungsreich. Mal viele Fragen, mal etwas weniger. Bis jetzt war ich da immer zufrieden und mir hat keine Frage gefehlt.
Dann hoffe ich, dass das für dieses Interview nicht weniger gilt. Ich fand es jedenfalls sehr interessant und aufschlussreich. Vor allem freue ich mich, dich als unsere neue Messe-Reporterin gewonnen zu haben.
Und wenn ich recht darüber nachdenke: Ich wollte dich ja eigentlich noch zum GAN Girl des Monats ernennen. Aber was hältst du davon, auch wenn wir bisher noch keine hatten, wenn du im 25. Jubiläumsjahr des GAN Magazins unsere erste Markenbotschafterin wirst?
Lena: Ich finde, das wäre etwas ganz Besonderes, gerade weil es diese Position bisher noch nie gegeben hat.
Im Jubiläumsjahr die erste Markenbotschafterin von GAN zu werden, macht mich ehrlich gesagt unglaublich stolz und gleichzeitig richtig aufgeregt.
Damit hat dieses Interview gleich zwei Ergebnisse gebracht, mit denen wir zu Beginn selbst nicht gerechnet hatten. Lena Desire wird German-Adult-News auf der VENUS Berlin 2026 als Messe-Reporterin unterstützen. Gleichzeitig übernimmt sie im 25. Jubiläumsjahr des Magazins als erste GAN Markenbotschafterin eine neue Rolle, die es in dieser Form bei uns bisher nicht gegeben hat.
Wir bedanken uns bei Lena für das ausführliche Gespräch und freuen uns auf die gemeinsame Arbeit.
Lena Desire auf einen Blick
Name: Lena Desire
Standort: Berlin
Tätigkeit: Domina, Bizarr Lady, Darstellerin, Content Creatorin
Ausbildung: examinierte Gesundheits- und Krankenpflegerin
Management: Cute and Dangerous XXX
Cam: MyDirtyHobby, seit November 2025 aktiv, seit Februar 2026 Exklusivmodel
Besonderheiten: zahlreiche Tattoos und Piercings, gespaltene Zunge
GAN: Messe-Reporterin VENUS Berlin 2026 und erste GAN Markenbotschafterin
Lena Desire im Netz
- Offizielle Website von Lena Desire
- Lena Desire auf Instagram
- Lena Desire auf MyDirtyHobby (Partnerlink)
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