Der Einstieg in die Erotikbranche verläuft selten geradlinig. Bei Ronya Rabe begann alles nicht mit einem Karriereplan, sondern mit einem radikalen Einschnitt: Burn-out, private Enttäuschung, beruflicher Stillstand. Heute steht sie an einem Punkt, an dem aus Unsicherheit Selbstbestimmung geworden ist – und aus einem Umbruch eine neue Perspektive.
Ronya Rabe war eigentlich fest im Leben angekommen. Ein solider Job, eine Beziehung, finanzielle Sicherheit. Dann kam der Zusammenbruch. Der Burn-out zwang sie dazu, innezuhalten – und schließlich alles zu hinterfragen. Als kurz darauf auch ihre Beziehung zerbrach, begann eine Phase des Neuanfangs, die ungeplant in die Erotikbranche führte.
Vom privaten Experiment zur bewussten Entscheidung
Was zunächst als privates Ausprobieren begann, entwickelte sich überraschend schnell zu etwas Größerem. Erste Aufnahmen entstanden ohne Veröffentlichungsabsicht, rein aus Neugier und Lust an der eigenen Sexualität. Erst später reifte der Gedanke, daraus mehr zu machen – nicht aus Not, sondern weil es sich richtig anfühlte.
Der Einstieg verlief leicht, doch die Realität der Branche zeigte schnell ihre Schattenseiten. Zu viele Plattformen, zu wenig Struktur, Berater ohne echten Mehrwert. Die anfängliche Euphorie drohte erneut in Überforderung umzuschlagen – ein Muster, das viele Newcomer in der Erotikbranche kennen.
Konzentration statt Verzettelung
Der Wendepunkt kam in einer Phase, in der Ronya bereits darüber nachdachte, der Branche wieder den Rücken zu kehren. Unterstützung erhielt sie ausgerechnet von jemandem, der dazu eigentlich nicht verpflichtet gewesen wäre. Bereits im Umfeld der VENUS Stammtisch & Filmbörse Berlin hatte Oliver Williams eine klare Einschätzung abgegeben:
„Es ist völlig unverständlich, dass keiner mit dir richtig arbeitet.“
Was folgte, war kein schneller Vertrauensvorschuss, sondern ein vorsichtiges Annähern. Ronya selbst beschreibt diesen Moment als entscheidend, weil sich Zusammenarbeit plötzlich selbstverständlich anfühlte – ohne Druck, ohne leere Versprechen.
Williams blickt heute nüchtern auf diese Phase zurück:
„Es wäre schade gewesen, wenn ein so talentiertes und leidenschaftliches Model aus der Branche verschwunden wäre. Nach kurzer Zeit haben wir gesehen, dass eigentlich niemand wirklich mit Ronya gearbeitet hat. Stattdessen wurden immer neue Portale bedient – und so ist klar, dass am Ende kein Portal richtig funktioniert.“

Fokus, Struktur und ein klarer Sockel
Diese Analyse führte zu einem konsequenten Schnitt. Nahezu alle Plattformen wurden beendet, um Raum für einen klaren Aufbau zu schaffen. Ronya konzentriert sich seither auf MyDirtyHobby als feste Basis – ergänzt durch erste professionelle Produktionen.
Begleitet wird dieser Neustart durch Cute and Dangerous XXX, die den Fokus bewusst auf Nachhaltigkeit und klare Strukturen legen.
„Es ist wichtig, dass Ronya auf breiter Ebene sichtbar ist, aber einen festen Sockel hat, auf dem alles aufbaut und wo ihre Fans sie jederzeit finden können.“
Erste DVD, öffentliche Auftritte und neue Sichtbarkeit
Der nächste Schritt folgt konsequent: Am 25. Februar erscheint Ronya Rabes erste DVD. Am 1. März stellt sie diese auf der Filmbörse Berlin 2025 persönlich vor. Am selben Tag ist sie außerdem Gast beim VENUS Berlin 2025 – dem Branchentreff und Erotik-Event des Jahres.
Schüchtern war gestern. Ronya Rabe steht exemplarisch für eine Generation von Performerinnen, die ihren Weg nicht über Lautstärke, sondern über Selbstreflexion, klare Entscheidungen und Eigenverantwortung findet.
Zwischen Verletzlichkeit und Selbstbewusstsein
Geboren 1993 und geprägt von vielen Umbrüchen, hat Ronya früh gelernt, sich immer wieder neu anzupassen. Der Schritt in die Erotikbranche wurde für sie zu einem Akt der Selbstermächtigung: mehr Körperbewusstsein, mehr Selbstvertrauen und ein offenerer Umgang mit Sexualität. Heute beschreibt sie sich als deutlich freier – im Denken, im Auftreten und im Umgang mit dem eigenen Leben.


