VENUS 2026: 41.312 Besucher, acht Botschafterinnen und ein Kiez für Creator

Vier Tage, 270 Aussteller, ein pinker Sarg und 15 Video-Interviews: was von der 29. VENUS bleibt

Tom Berger - Herausgeber & Editor in Chief - GAN Magazin
von Tom Berger - Herausgeber & Chefredakteur
25 Minuten Lesezeit

Die offizielle Schlussbilanz der VENUS Berlin 2026 glänzt mit einem Rekord: 41.312 Besucher kamen vom 22. bis 25. Oktober zur 29. VENUS in die Messehallen unter dem Funkturm. Das sind rund 28 Prozent mehr als im Vorjahr und so viele wie nie seit der ersten Ausgabe 1997. „Das ist wirklich der Wahnsinn“, sagte Pressesprecher Walter Hasenclever in seinem Resümee.

Ich war inzwischen bei etwa der Hälfte aller VENUS-Ausgaben dabei. In diesem Jahr drängten sich bereits eine Stunde vor der Eröffnung die ersten Besucher am Eingang, um sich einen guten Platz für das Opening und den schnellsten Weg in die Hallen zu sichern.

VENUS Berlin 2026 auf einen Blick

  • Ausgabe: 29. VENUS Berlin, seit 1997
  • Termin: Donnerstag, 22. bis Sonntag, 25. Oktober 2026
  • Ort: Messe Berlin, Messehallen unter dem Funkturm
  • Besucher: 41.312 (Vorjahr rund 32.290)
  • Aussteller: mehr als 270 aus über 40 Ländern
  • Fachbesucher: rund 2.000 aus über 50 Ländern
  • Markenbotschafterinnen: Micaela Schäfer, Shaiden Rogue, Lia Engel, Calea Toxic, Mika Nox, SallyDinosaur, Jenny Stella, Tamy Tation
  • Neu: VENUS KIEZ by Inkasso Ingo (Halle 20), offizielle VENUS App, B2B-Matchmaking
  • VENUS Awards: 22. Oktober, erstmals im TIPI am Kanzleramt
  • Nächster Termin: 30. VENUS, 14. bis 17. Oktober 2027

Mittwochabend: Eronite-Porncasting im Insomnia

Wie schon im Vorjahr begann das VENUS-Wochenende für uns einen Tag früher: mit dem Eronite-Porncasting im legendären Insomnia Club in Berlin. Mit dabei waren in diesem Jahr Naughty Furby, Ronya Rabe, Ava Noir, Lena Desire, Victoria TS, Snake Dave, Ariel Rossi und sechs weitere Bewerberinnen, darunter eine wirklich hübsche Schweizerin.

Teilnehmerinnen des Eronite-Porncastings vor dem Eronite-Banner im Insomnia Club Berlin
Eronite-Porncasting am Vorabend der VENUS im Insomnia Club Berlin. Foto: © GAN-Magazin

Zum Ablauf eines Pornocastings muss man nicht viel erzählen, wer mehr wissen will, findet die Details in den bisherigen Backstage-Berichten zu den Castings. Auch an männlichen Bewerbern herrschte kein Mangel, sodass die Darstellerinnen auch in diesem Jahr auf reichlich Action und Drehmaterial zurückgreifen können.

Wer dabei sein will: Das nächste Eronite-Pornocasting findet am 9. Dezember 2026 in der Location One in Menden (NRW) statt. Bestätigt sind bislang Lexa Pink, frisch gekürte VENUS-Award-Preisträgerin, sowie Naughty Furby, Alina4you und Kira Knight.

Donnerstag, 11 Uhr: Schwarz mit einem Hauch Pink

Die Markenbotschafterinnen bei der Eröffnung der VENUS Berlin 2026 vor dem Haupteingang
Eröffnung der 29. VENUS Berlin mit den Markenbotschafterinnen vor dem Haupteingang. Foto: © VENUS Berlin GmbH

Der Startschuss fiel pünktlich vor dem überfüllten Haupteingang, sodass einige Fotografen in weiser Voraussicht sogar Leitern dabeihatten. Der Dresscode für die acht Markenbotschafterinnen war knapp und eindeutig: Schwarz, jede mit einem pinken Detail. Micaela Schäfer, seit Jahren das bekannteste Gesicht der Messe, durchtrennte das Band. Nach dem Gruppenfoto kamen weitere Stars und Creator dazu, mittendrin die goldene VENUS-Statue.

Spektakulär war die Zeremonie nicht. Sie war aber gekonnt in Szene gesetzt und gab den vier Messetagen einen stimmigen, erotischen Auftakt. Die Werbung für diesen Moment hatte ohnehin schon Anfang Oktober begonnen: Beim „VENUS Ride“ holten Micaela Schäfer und Mika Nox sechs per Instagram ausgewählte Fans im gebrandeten Van ab und fuhren mit ihnen vom ehemaligen Flughafen Tempelhof bis zum Alexanderplatz.

Zwei VENUS-Markenbotschafterinnen vor dem gebrandeten VENUS-Ride-Van
Markenbotschafterinnen beim „VENUS Ride“ Anfang Oktober. Foto: © VENUS Berlin GmbH

Volle Hallen ab der ersten Stunde

Jahrelang nannte die VENUS „mehr als 32.000 Besucher“ als feste Größe. Für den Sprung auf über 41.000 haben die Veranstalter 2026 an mehreren Stellen gleichzeitig gedreht: ein eigener Treffpunkt für Creator, eine Messe-App, ein ausgebauter Fachbereich und acht Markenbotschafterinnen, die schon Wochen vorher für Reichweite sorgten.

Das war vom ersten Moment an zu spüren. Wenige Minuten nach dem Einlass waren die Hallen so voll, wie ich es an einem Donnerstagvormittag selten erlebt habe. Unsere ersten Video-Interviews mit GAN-Messereporterin Lena Desire stress- und unfallfrei zu drehen, wurde so zur eigenen Herausforderung. Dankenswerterweise durften wir am Stand von Cute & Dangerous XXX unterkommen und nutzten die Gelegenheit gleich für Gespräche mit einigen der dort vertretenen Creatorinnen.

Lena Desire mit Mikrofon beim Interview am Stand von Cute & Dangerous XXX
GAN-Messereporterin Lena Desire (rechts) bei einem der ersten Interviews (mit Chrissie69) am Stand von Cute & Dangerous XXX. Foto: © GAN-Magazin

Direkt nebenan hatte Lisa Nimmersatt mit ihrem Sklaven und Lady Lola Cat einen eigenen Stand aufgebaut. Mit bayerischem Flair und viel Bodenständigkeit kam sie bei Fans und Besuchern bestens an.

Der Messestand von Lisa Nimmersatt und Lady Lola Cat auf der VENUS 2026
Der Stand von Lisa Nimmersatt und Lady Lola Cat. Foto: © GAN-Magazin

Mit jeder Stunde wurde es enger. Schon am frühen Nachmittag war es schwierig, sich zu Interviewpartnern, alten Bekannten und neuen Kontakten durchzuarbeiten. Voll war es an fast allen Ständen, soweit ich das beim Durchlaufen der Hallen beurteilen konnte. Auffällig fand ich die Kinky Area: mehr Aussteller, spürbar mehr Besucher und deutlich mehr Interesse an den Bühnenshows und der Thematik BDSM insgesamt als in den Vorjahren. Aber vielleicht ist das nur mein subjektiver Eindruck.

Dichtes Gedränge in einer Messehalle der VENUS Berlin 2026
Dichtes Gedränge in den Messehallen unter dem Funkturm. Foto: © GAN-Magazin

Handschlag am C&D-Stand: die Gründung der Adult Press Association

Der Stand von Cute & Dangerous XXX war in diesem Jahr auch zugleich die Heimat der beteiligten Magazine. Dort besiegelten wir am Donnerstagmittag öffentlich die Gründung der Adult Press Association (APA): Bernhard Bradatsch, Oliver Williams, Mario Meyer und ich. Unser Foto vor dem APA-Banner, die Hände übereinandergelegt, wirkt zwischen reichlich nackter Haut vielleicht unspektakulär. Für uns vier war es jedoch mit Abstand sicherlich der wichtigste Moment der Messe.

Die APA soll unabhängige Medien aus dem deutschsprachigen Adult-Bereich miteinander vernetzen. Wer in diesem Umfeld, wie wir vier, über Jahrzehnte journalistisch arbeitet, kennt die Schwierigkeiten: hohe Anforderungen an Recherche und Glaubwürdigkeit, dazu ein Werbe- und Plattformmarkt mit ganz eigenen Regeln. Mehr Austausch zwischen den Redaktionen kann hier jedem der Beteiligten helfen, solange jede Publikation ihre eigene Stimme behält. Was sie übrigens auch entgegen anderslautenden Vorbehalten behalten wird!

Messen lassen muss sich das Netzwerk daran, ob es die journalistische Arbeit tatsächlich besser macht. Die Hände auf dem Foto stehen für Medien mit unterschiedlichen Schwerpunkten und einem gemeinsamen Interesse: dass diese Branche nicht nur durch die üblichen Sensationsberichte von außen erklärt wird. Mehr dazu auf adultpress.org.

Die vier Gründer der Adult Press Association legen vor dem APA-Banner die Hände übereinander
Gründung der Adult Press Association am Stand von Cute & Dangerous XXX (Von links nach Rechts: Berhnahrd Bradatsch, Mario Meyer, Oliver Williams, Tom Berger). Foto: © adultpress.org

Ein Diner, ein Kiez und viele austauschbare Bühnen

Der Visit-X-Stand im Stil eines US-Diners mit Palme und Lichtrigg
Der Visit-X-Stand im Stil eines US-Diners. Foto: © GAN-Magazin

In diesem Jahr zeigten mehr als 270 Aussteller aus über 40 Ländern Lovetoys, Dessous, Fetisch-Ausstattung, Sex-Tech und vor allem Plattformen. Über besonders viel Andrang konnten sich die großen Stände von Stripchat (Partnerlink), Chaturbate, BongaCams und MyDirtyHobby (Partnerlink) freuen. Ebenso dicht umlagert waren die Hauptbühne und der für mich schönste Stand der Messe.

Visit-X (Partnerlink) hatte seinen Auftritt im Stil eines klassischen US-Diners gestaltet, mit viel Liebe zum Detail. Aufbau, Kulisse, Licht, Sitzplätze, Theke und Bällebad ergaben ein stimmiges Ganzes, das Markengefühl vermittelte und im Gedächtnis bleibt. Der Rest der großen Stände war dagegen, mit Ausnahme des neuen KIEZ, ziemlich austauschbar: Sie unterschieden sich vor allem in Bühnengröße, Logo und Lautstärke. Fürs Jubiläum 2027 würde ich mir von den Ausstellern diesbezüglich mehr Fantasie für ihre eigene Markendarstellung wünschen.

Comic-Wand am VENUS KIEZ by Inkasso Ingo in Halle 20
Comic-Wand am VENUS KIEZ by Inkasso Ingo in Halle 20. Foto: © GAN-Magazin

Die wichtigste Neuerung lag in Halle 20. Der VENUS KIEZ by Inkasso Ingo war auf rund 70 Quadratmetern als Treffpunkt angelegt: Bar, Lounge, Fläche für Interviews und Content sowie die offizielle Autogrammzone der Markenbotschafterinnen. Verkauft wurde hier nichts. „Das wird kein Messestand. Das wird ein Treffpunkt“, hatte Inkasso Ingo im Sommer angekündigt. Genau das wurde er, für Besucher wie für Creator, nicht zuletzt dank der offenen und originellen Aufmachung im Kiez-Stil.

Stände mit Programm: MyDirtyHobby, 4based und Anne Wünsche

Texas Patti mit Mikrofon auf der Bühne im Seifenblasenregen
Texas Patti moderierte die MyDirtyHobby-Bühne an allen vier Tagen. Foto: © VENUS Berlin GmbH

MyDirtyHobby kehrte sicherlich mit einem der größten Aufgebote auf die diesjährige Erotikmesse zurück. Texas Patti, Mitglied der AVN Hall of Fame, moderierte die Bühne an allen vier Tagen. Micaela Schäfer lud am Stand zum „Dirty Talk“ und zeichnete von Donnerstag bis Samstag täglich zwei Stunden lang einen Live-Podcast auf. Rund 30 Creatorinnen standen für Meet & Greets bereit, angeführt von den Brand Ambassadors Schnuggie91, Fiona-Fuchs, Daynia und Jenny Stella.

Lena Desire im Interview auf dem Sofa am MyDirtyHobby-Stand
Lena Desire im Interview mit Texas Patti am Stand von MyDirtyHobby. Foto: © GAN-Magazin

Bei 4based in Halle 18 setzte man auf Mitmach-Programm: ein Chopper als Fotomotiv, Pole Dance auf einer eigenen kleinen Bühne, ein Glücksrad mit Free Chats und Abos der Creatorinnen und als Hauptpreis ein iPhone. Vor Ort waren unter anderem Tamy Tation, Anna Zalora, Henriette Raya und Hailee Summer.

Den lautesten Auftritt inszenierte jedoch Anne Wünsche. Nach eigenen Angaben investierte sie über 60.000 Euro in ihre VENUS-Woche und den Stand in Halle 20. Zum Auftakt ließ sie sich im weißen Brautkleid in einem pinken Sarg durch die Hallen tragen, beklebt mit alten Hasskommentaren und Schlagzeilen über sie. „Ich bin die Shitstorm-Queen! Inzwischen ist der Shitstorm meine Brand“, ließ sie laut Promiflash wissen. Am Stand wartete eine pinke Limousine mit Bällebad auf dem Dach.

Darüber kann man geteilter Meinung sein. Ihr Marketing funktioniert aber, und es zeigt, wie sehr sich die Branche verändert hat. Früher wurde man als Exklusivstar einer Produktionsfirma bekannt. Heute zählen Reichweite in den sozialen Medien, Wiedererkennungswert und der Aufbau einer eigenen Marke.

Hinter den Bühnen: B2B, KI und Creator Economy

Wohltuend ruhig ging es im B2B-Bereich zu, wo das zweite Geschäft der Messe lief. Rund 2.000 Fachbesucher aus über 50 Ländern trafen sich hier, erstmals unterstützt durch digitales Matchmaking über die App. „Das Fachbesuchergeschäft ist das Rückgrat der VENUS“, hatte Hasenclever vorab der Berliner Wirtschaft gesagt. Payment-Anbieter, Dienstleister für Altersverifikation, Agenturen und Plattformbetreiber haben dort längst ihren festen Platz neben Herstellern und Händlern.

Die Fachvorträge, etwa von Kollege Mario Meyer (Eronite) oder Andy Wullmer, waren wieder einmal interessant. Ein abgeschirmter Bereich würde den Teilnehmern durchaus helfen, ihnen auch in Ruhe folgen zu können. Und vor allem mittags und nachmittags gab es eindeutig zu wenige Sitzplätze für den Andrang und das Netzwerken.

Inhaltlich drehte sich vieles um künstliche Intelligenz und die Creator Economy. Die Messe hatte dazu im August eine repräsentative Umfrage mit 1.115 Teilnehmern veröffentlicht. 48 Prozent glauben, dass KI die Erotikbranche stark verändern wird. Eine Beziehung mit einer virtuellen Partnerin oder einem virtuellen Partner können sich 69,3 Prozent dennoch nicht vorstellen.

Offener zeigen sich die Befragten beim eigenen Content: 22,2 Prozent würden ohne Einschränkung Inhalte auf Plattformen wie OnlyFans veröffentlichen, weitere 48,4 Prozent nur anonym. „Creator sind die neuen Stars der Branche“, kommentierte Hasenclever.

Donnerstagabend im TIPI: zwei Trophäen für Anne Wünsche

Gruppenbild der Preisträger der VENUS Awards 2026 auf der Bühne im TIPI am Kanzleramt
Die Preisträger der VENUS Awards 2026, vorne das Moderations-Duo Roxxy X und Mola Adebisi. Foto: © VENUS Berlin GmbH

Die VENUS Awards zogen in diesem Jahr um. Statt im Wintergarten Varieté wurde die Gala am Eröffnungsabend erstmals im TIPI am Kanzleramt verliehen. Durch den Abend führten wieder Roxxy X und Mola Adebisi, die im Vorjahr pausiert hatten. Für Roxxy X war es das Comeback nach ihrer Babypause.

Die meisten Schlagzeilen gehörten Anne Wünsche, die die Juryawards „Creator of the Year“ und „5 Million Dollar by OnlyFans“ gewann. Tamy Tation, im Mai als achte Markenbotschafterin dazugekommen, wurde „Beste Erotik Influencerin“. Lexa Pink erhielt den Titel „Trans Star of the Year“, nach eigenen Angaben der erste VENUS Award in einer eigenen Trans-Kategorie. Die Entwicklung der Branche spiegelte sich auch in neuen Kategorien: Ausgezeichnet wurden eine „KI-Lösung des Jahres“ und eine „Link-in-Bio Innovation“ für Creator.

Bemerkenswert ist der Preis für die beste Newcomer-Marke. Er ging an „Maison Tabou“, ein Dating-Format, das seit Ende September bei RTLZWEI läuft und von UFA Show & Factual gemeinsam mit ORION produziert wird. Dass ein Privatsender und eine große Produktionsfirma eine Trophäe auf der VENUS abholen, zeigt, wie durchlässig die Grenze zwischen Erotikbranche und Fernsehunterhaltung bereits geworden ist.

Bei den Plattformen gewann Stripchat als „Best Livestream Site“. Kurz vor der Messe hatte Stripchat seine „Magic Search“ für alle Nutzer freigeschaltet: Statt Kategorien durchzuklicken, beschreibt man in einer von über 50 Sprachen, was man sehen möchte, und eine Bilderkennung sucht passende Live-Shows. Seit dem Beta-Start im Februar wurden nach Unternehmensangaben mehr als zwei Millionen Suchanfragen verarbeitet.

Alle Gewinner der VENUS Awards 2026

Stars & Creator

  • Beste Milf: Vika Viktoria
  • Beste Domina: Goddess Ishtar
  • Beste Erotik Influencerin: Tamy Tation
  • Trans Star of the Year: Lexa Pink
  • Bestes Camgirl: Layla von Hohensee
  • Bester Darsteller: Snake Dave

Juryawards

  • Creator of the Year: Anne Wünsche
  • 5 Million Dollar by OnlyFans: Anne Wünsche
  • Bester Amateur Traffic Partner: Deutsche Onlyfans
  • KI-Lösung des Jahres: united share (Lucellum GmbH)
  • Best Creator Link-in-Bio Innovation: itsmytr.ee
  • Best Business Influencer: Andy Wullmer
  • Beste Newcomer Brand: Maison Tabou
  • Chaturbate’s Rising Star of 2026: Ina Marlene
  • 10 Jahre Creatorin, Autorin & Medienpersönlichkeit: Hanna Secret
  • Most Authentic Creator: SallyDinosaur

Plattformen & Unternehmen

  • Best VR Scene: SexLikeReal
  • Best Fetish Fan Site: Darkfans
  • Best Fan Site: 4based
  • Beste Streaming Plattform: Erotik.com
  • Best Cam Site: Bongacams
  • Best Livestream Site: Stripchat
  • Beste Amateurcommunity: MyDirtyHobby

Mainstage: Mia May, Ronya Rabe und harte Gitarren

Publikum vor einer Bühne mit großer LED-Wand auf der VENUS 2026
Volle Reihen vor den Bühnen, an allen vier Messetagen. Foto: © GAN-Magazin

Auf der Mainstage in Halle 18 sorgte eine kurzfristige Umbesetzung für eine der schönsten Geschichten der Messe. Wenige Tage vor Beginn stand fest, dass Ronya Rabe für Larissa-TS einspringt und gemeinsam mit Mia May und der Hardrock-Band RANDOM auftritt. „Ich bin überwältigt und freue mich so sehr“, sagte Ronya damals. An allen vier Tagen stand das Trio auf der Bühne, donnerstags, samstags und sonntags um 15 Uhr, am Freitag um 17 Uhr, und die Plätze waren jedes Mal voll.

Das galt ebenso für die Shows von Sweet Mery, unserem GAN Girl des Jahres 2025, für die Vikings of Valhalla, bei denen auch Lena Desire mitwirkte, und für viele weitere Acts. Am Freitag stand Shoki auf der Stripchat-Bühne, am Samstag spielte die Band HONK! gleich zweimal mit Mika Nox: bei Visit-X und auf der Hauptbühne. Live-Shows, Autogrammstunden und Foto-Sessions liefen nahezu überall parallel, sodass man kaum hinterherkam.

Wer sich gezielt durch das Programm arbeiten wollte, hatte 2026 erstmals eine offizielle VENUS App zur Hand. Sie bündelte Hallenpläne, Showzeiten, Ausstellerinformationen und Meet-&-Greet-Termine und erwies sich vor Ort als durchaus hilfreich.

Zehn Jahre Blindenführung: die VENUS zum Anfassen

Am Freitag feierte ein besonderer Programmpunkt Jubiläum. Seit zehn Jahren führt Drag-Künstlerin Ella Mortadella blinde und sehbehinderte Menschen über die Messe. An ausgewählten Ständen durften die Teilnehmer Produkte in die Hand nehmen, ertasten und riechen, Aussteller erklärten Materialien und Funktionen. Möglich wird das durch die Zusammenarbeit mit dem Allgemeinen Blinden- und Sehbehindertenverein Berlin (ABSV), Führung und Eintritt sind für die Teilnehmer kostenlos.

„Am Anfang haben mich alle gefragt: Eine Blindenführung auf einer Erotikmesse, wie soll das denn gehen? Heute weiß ich: Es geht sogar besser als mit den Augen“, sagte Ella Mortadella vor dem Jubiläum. Für viele mag das Format ungewöhnlich sein. Es ist gelebte Inklusion, die man dieser Branche eher nicht zutraut, und dieser Programmpunkt sollte aus meiner Sicht auch seitens der Messe konsequent weitergeführt und ausgebaut werden.

Ella Mortadella führt eine Gruppe über die VENUS, Archivfoto 2024
Ella Mortadella bei der Blindenführung (Archivfoto 2024). Foto: © VENUS Berlin GmbH

Nach Messeschluss: Partys, Shootings und Lesestoff

Auch abends war die VENUS-Woche dicht getaktet. Die B2B-Party im Bricks Club wurde von Paxum und Stripchat präsentiert. Am Samstag feierte die Creator-Szene bei der Netstars.TV Party im MAXXIM Club Berlin, wo die Netstars Awards per Fan-Voting vergeben wurden.

Happy-Weekend-Verleger Andreas Kirchen (VPS) wiederholte auf der Messe die „Happy Girl“-Aktion aus dem Vorjahr. Happy-Weekend-Covergirls, darunter Ronya Rabe, Mia May, Lena Desire, Devils Akita, Ada Shelby und Jenny Stella, standen für ein gemeinsames Shooting vor der Kamera. Das Ergebnis erscheint auf dem Cover der Januarausgabe.

Neu war auch ein Printprodukt: „Die Welt der VENUS Magazin“ löst mit 64 Seiten den klassischen Katalog ab und soll Guide und Lesestoff zugleich sein. „Ein Magazin ist kein Wegwerfprodukt“, sagte Hasenclever dazu.

Titelseite der ersten Ausgabe von Die Welt der VENUS Magazin
Die erste Ausgabe von „Die Welt der VENUS Magazin“.

Ausblick 2027: 30 Jahre VENUS, und die eroFame kommt nach Berlin

Die nächste Ausgabe steht bereits fest. Vom 14. bis 17. Oktober 2027 feiert die VENUS auf dem gleichen Gelände ihr 30-jähriges Jubiläum, Early-Bird-Tickets gibt es schon. Ein Programm ist noch nicht veröffentlicht.

Spannender ist eine Nachricht von außen. Die Fachmesse eroFame, 2025 nach 14 Jahren in Hannover nach Amsterdam umgezogen, kehrt nach nur zwei Ausgaben zurück. Die zweite Amsterdamer Ausgabe Anfang Oktober beschrieben Besucher als kleiner und nüchterner, Teilnehmerzahlen wurden nicht veröffentlicht. 2027 findet die eroFame vom 14. bis 16. Oktober in Berlin statt, parallel zur VENUS. GAN wird das Thema gesondert aufgreifen.

Mein Messe-Fazit

Die VENUS 2026 hat gezeigt, dass das Konzept trägt: volle Hallen vom ersten Vormittag an, ein Kiez, der als Treffpunkt funktioniert hat, und ein Fachbereich, der sichtbar wächst. Luft nach oben sehe ich bei den Plattform-Ständen, die sich zu oft nur in Größe und Lautstärke unterscheiden, und beim B2B-Bereich, der mehr Ruhe und mehr Sitzplätze verdient. Fürs Jubiläum 2027 ist die Messlatte damit gesetzt.

Impressionen von der VENUS Berlin 2026

Die Video-Interviews: Lena Desire für GAN auf der VENUS

Für GAN war in diesem Jahr Lena Desire als Messereporterin unterwegs. Die Creatorin kennt die VENUS auch aus der anderen Perspektive: Sie stand selbst im Line-up von MyDirtyHobby und gehörte zu den Covergirls beim „Happy Girl“-Shooting. Mit dem Mikrofon in der Hand sprach sie mit 15 Kolleginnen und Kollegen über Grenzen, Klischees, Business und das, was hinter dem Messeauftritt steckt.

Die Interviews erscheinen ab heute täglich auf unserem YouTube-Kanal und werden hier laufend ergänzt. Alle Videos gibt es in der Playlist „VENUS Berlin 2026 Interviews mit Lena Desire | GAN Magazin“.

Mara LeNoir im Gespräch mit Lena Desire

Mara LeNoir im Gespräch mit Lena Desire auf der VENUS Berlin 2026. Video: © GAN-Magazin

Auch auf YouTube ansehen: Mara LeNoir im GAN-Interview mit Lena Desire

Mehr zum Interview: Mara LeNoir im Gespräch mit Lena Desire

Auf der VENUS Berlin 2026 spricht Lena Desire für das GAN Magazin mit Mara LeNoir über ihr Image als Domina, die Erwartungen anderer und ihre persönliche Seite abseits des dominanten Auftritts. In einer lockeren Fragerunde geht es um ungewöhnliche Wünsche, klare Grenzen und die Frage, welche Erfahrungen Mara selbst noch neugierig machen.

Mara erklärt, warum ein Nein für sie auch durch Geld nicht verhandelbar wird, und spricht über einen möglichen Rollenwechsel sowie die Offenheit innerhalb der Branche. Das Gespräch ist Teil unserer GAN-Interviewreihe von der VENUS Berlin 2026.


Mehr über Mara LeNoir bei German-Adult-News:
Mara LeNoir: GAN Girl des Monats November 2025
Mara LeNoir blickt mit neuem Management zuversichtlich auf 2026

Mara LeNoir online:
Mara LeNoir auf Instagram

Alle Videos der Reihe:
VENUS Berlin 2026 Interviews mit Lena Desire auf YouTube ansehen

Weitere Interviews folgen …

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