Samstag, Mai 18, 2024

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Brandon Iron: Der etwas andere IronMan im Interview

Der in Kanada geborene Porno-Darsteller Brandon Iron ist mir zum ersten Mal in einem Teil der „Slap Happy„-Serie aufgefallen, unter seinem zweiten Pseudonym Alek James Hydell. Mittlerweile hat er sich im amerikanischen Porn-Biz voll etabliert, schneidet die Filme, die er selbst mit der Kamera festgehalten hat, produziert und führt Regie für das Top-Label Platinum X Pictures.

Als Darsteller ist er ebenfalls weiterhin aktiv, so dass sich fast der Eindruck eines „workaholics“ vermitteln könnte! Wir haben ihn exklusiv für die German-Adult-News interviewt, und seine ausführlichen Antworten per E-Mail erreichten uns bereits nach exakt 7 Stunden, was nicht nur in Anbetracht seiner Tätigkeiten einen unglaublichen Rekord darstellt!
Aber lest nun selbst, was er alles an interessanten News und Fakten zu erzählen wusste….

Brandon Iron LogoErzähl’ uns doch zu Beginn bitte etwas über Deine Person und Deine Hobbys!

Ich bin 35 Jahre alt, in Kanada geboren und war schon immer ein großer Fan von Pornografie. Ich liebe es, meine eigenen Projekte zu drehen, selbst in ihnen zu spielen und sie später für den Endschnitt fertig zu machen.
Ich habe einen Abschluss in Englischsprachiger Literatur, und habe danach einige Jobs ausprobiert, die mir aber alle nicht allzu sehr zusagten. Mein Wunsch war es, Hardcore-Darsteller zu werden, das wusste ich schon recht früh. Ich habe dann die Darstellerin Aja in einem kanadischen Strip-Club kennen gelernt, und sie vermittelte mich an ihren Agenten in Los Angeles. Ich bin dann dort hingezogen, was anfangs kein leichter Schritt war, und habe die ersten Drehs gemacht.
Erst nach ein paar Jahren ist in mir der Entschluss gereift, es als fulltime-job zu versuchen, und das war der richtige Weg für mich! Ich habe bisher unglaubliche Erfahrungen gesammelt und nicht die geringsten Gründe, diesen Entschluss zu bereuen!!

Wie kamst Du konkret in das Business hinein, und was hat Dich daran so gereizt?

Nun, ich war schon Jahre Fan dieser Filme, bevor ich das erste Mal an einem Set war. Ich mag die Produktionen diverser Firmen. Meine Favoriten sind dabei Evil Angel (Joey Silvera, John Stagliano, Rocco Siffredi, Jules Jordan, John Leslie), Anabolic („The Gangbang Girl“) und Diabolic („Down the Hatch“, „Unnatural Sex“, „Oral Consumption“). Ich habe damals jede Firma angerufen und in ihren Büros vorgesprochen. Ich war sehr hartnäckig und habe nie aufgegeben, trotz zahlreicher Versager meinerseits vor der Kamera! Viele geben nämlich nach einigen Flops zu schnell auf. Dies ist ein großer Fehler!
Man muss erst einmal seine eigene Persönlichkeit vor der Kamera entwickeln, und lernen, mit allen Frauentypen arbeiten zu können. Ich finde Pornografie so interessant, weil man ständig neue und interessante Leute kennen lernt. Die Arbeitszeiten sind flexibel, und ich entscheide selbst, wann ich arbeite!

Brandon Iron in ThailandWelche Schritte waren dabei wichtig für Dich? Welche Menschen hatten den größten Einfluss auf Deine dermaßen positive Karriere?

Wenn ich nur eine Person nennen dürfte, seit ich 1997 in Los Angeles ankam, wäre das Michael Stefano! Er ist ein sehr loyaler Freund, der mich stets unterstützt hat. Ich kann stolz sagen, dass wir noch nie einen ernsthafteren Streit hatten. Er hat mir viel beigebracht, wie man gute Szenen unter schwierigen Bedingungen abliefert. Ich bin nämlich mit Sicherheit nicht der bestaussehendste Typ und auch nicht der dynamischste Darsteller. Ich musste erst lernen, mich selbst auf das zu fokussieren, was ich bei der jeweiligen Frau attraktiv finde.
Ich habe sehr viel Glück gehabt seit meinen Anfängen. Ich traf Joey Silvera, und er ließ mich für „Service Animals 3“ drehen. Danach hat er mich an John Stagliano weiterempfohlen, der mich der mich nach Budapest mitnahm. Dort konnte ich für ihn arbeiten, für Christoph Clark und Rocco Siffredi. Das entspricht für den Pornobereich in etwa, wenn ein Gitarrenanfänger auf Tour mit den Rolling Stones darf!
Ich musste neben der Hardcore-Tätigkeit seit bereits sechs Jahren nicht anderweitig arbeiten, und mein Leben war seitdem eine Kette wunderbarer, sexueller Erlebnisse. Ich konnte mit Hunderten toller Frauen in verschiedenen Szenarien intim werden! Man kann sagen, dass ich sehr zufrieden bin!!

Hast Du persönliche Vorbilder oder Inspirationsquellen in der Branche?

Ich respektiere Michael Stefano, sowohl als Darsteller, als auch als Produzent und Regisseur. Er arbeitet so unglaublich konstant auf hohem Level und gibt immer das Beste in jeder Szene!
Ich mag Max Hardcore dafür, dass er sich nicht für seine Person und das, wofür er steht, entschuldigt!
Ich bewundere John Stagliano für das, was er mit Evil Angel erreicht hat. Dadurch, dass er Regisseuren nämlich eine Gewinnbeteiligung an ihren Filmen zuspricht, schafft er eine Atmosphäre, wo Qualität entsteht und kein Durchschnitt!
Dion Giarusso, der Gründer von Red Light District ist ebenfalls eine Inspirationsquelle für mich. Er hat mich gelehrt, dass man sich selbst helfen kann, indem man anderen hilft. Er war immer großzügig und hilfsbereit. Ich hoffe, ich kann in Zukunft auch etwas für Nachwuchsdarsteller tun, so wie er es für mich getan hat.
Ich mag Jewel De’Nyle für ihre Zielstrebigkeit, mit der sie ihre Ziele in diesem Business verfolgt. Sie hat bereits viele Preise gewonnen, und ist mit viel Herzblut bei der Sache. Das ist toll!

Brandon Iron BildDeine Filme haben oft eine Tendenz zum raueren Stoff. Wo, glaubst Du, liegt das Interesse der Zuschauer an dieser Form des Rough Sex?

Der sogenannte Rough Sex machte mir schon immer mehr Spaß beim Angucken der Filme. Ich mag allerdings keinen einseitigen oder brutalen Sex! Nur der einverständliche Austausch von Sexaktivitäten mit viel Kraft und Energie interessiert mich, wo die beteiligten Personen an ihre körperlichen und mentalen Grenzen gehen.
So mochte ich als Fan Rocco Siffredi, der seine Sexszenen immer auf ein anderes Level hebt! Manuel Ferrara und Nacho Vidal tun dies ebenso.
Während die Grenze der Rauheit verschiebbar ist, fühle ich mich stets hingezogen zu der Intensität des Sex, die dieser dann erreicht. Es ist real. Es steckt in unseren Eingeweiden! Es ist der Ausdruck des stärksten Verlangens in unserem Körper!

In Deinen Filmen interviewst Du Vertreter dieser Gattung, wie z.B. Max Hardcore, Rocco Siffredi, Bella Donna oder Nacho Vidal. Es ist Dir also wichtig, Argumente für den sogenannten Rough Sex zu bringen. Gibt es denn einen dermaßen starken Gegenwind für diese Produktionen in den Staaten?

Ich glaube, viele Leute beurteilen den Inhalt mancher Filme, ohne sie sich überhaupt angeschaut zu haben, oder sie verstehen zu wollen. Ich versuche, meinen Teil dazu beizutragen, dass man auch den rationalen Teil hinter Rough Sex versteht, der im beiderseitigen Einverständnis. Ich bin gegen choreographierten Pseudo-Sex, in dem die Emotionen lediglich abgespult werden. Es ist nämlich viel kreativer, an die Grenzen von Geist und Körper zu gehen! Rough Sex muss im Übrigen gar nicht degradierend oder brutal sein. Ich bevorzuge hierbei Adjektive wie animalisch und wild!

Was hältst Du von den Fanatikern, die vehement gegen die Porno-Industrie arbeiten?

Ich verstehe alle diese religiösen und politischen Eiferer nicht, die versuchen, anderen ihren Willen aufzuzwingen. Ich stehe