Samstag, Mai 18, 2024

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Playhouse: Das Porno-Plaza der unbegrenzten Möglichkeiten

Einen Teil, der im Vertriebsprogramm von Playhouse erhältlichen Erotikfilme haben wir in den letzten Wochen schon im Rahmen unserer DVD-Reviews vorgestellt. Angesichts des umfangreichen Erotik-Sortiments mit vielen guten DVD-Titel haben wir uns mit Bert Ruzette, einem der beiden Geschäftsführer von Playhouse, unterhalten und sind gerne seiner prompten Einladung nach Holland gefolgt, um mehr über einen der mittlerweile größten Vertriebe für Adult DVDs in Europa zu erfahren.

Playhouse LogoPlayhouse existiert seit 1998. Was habt Ihr vorher gemacht und wie kam es zur Gründung von Playhouse?

Walter Kroes und ich kommen aus das Videoverleih-Geschäft und haben mehrere Videotheken gehabt.

Was genau sind den die Geschäftsfelder von Playhouse? Vertrieb, Lizenzen, Produktionen?

Sowohl als auch! Playhouse produziert derzeit pro Monat 15 Filme unter den folgenden Labeln: Legal Pink (3), Playhouse Platinum (1), Collateral Damage (4), Killergram (3), Diablo (3) sowie alle drei Monate einen Playhouse Interactive-Titel.
Dazu kommen unter Lizenz noch jeweils sechs Titel pro Monat von Jill Kelly Productions und Extravagante.
Natürlich gehört zur Produktion auch ein guter weltweiter Vertrieb von Fertigprodukten, ansonsten sind die hohen Produktionskosten heute nicht so leicht einzuspielen. Und seit kurzem bemühen wir uns auch verstärkt um den Verkauf von Lizenzen für VOD und TV. Ich würde also sagen, dass wir ein Full Service Provider sind.
Weiterhin vertreiben wir auch auf exklusiver Basis in Europa mehrere amerikanische Top-Label sehr erfolgreich.

Mit welcher Menge an Titeln habt Ihr den angefangen?

Wir haben mit 10 Titeln auf VHS angefangen. Als der DVD Markt startete, sind wir mit 20 bis 30 Titel pro Monat herausgekommen. So ging es dann immer weiter und weiter, und wir sind jeden Monat gewachsen und bewegten uns dann irgendwann bei ungefähr bei 150 bis 170 Titel pro Monat.

Playhouse Platinum DVD CoverBei wie vielen Titeln seid Ihr denn in diesem Monat. Wir sind ja vorhin durch Euer beeindruckendes Lager gelaufen. Grob geschätzt würde ich da mal auf 200 Titel tippen?

Nicht ganz. Derzeit arbeiten wir mit monatlich zwei Auslieferungen. Anfang des Monats versenden wir unsere Eigenproduktionen und die amerikanischen Label. Dies sind ungefähr 70 Titel.
Am Ende des Monats folgt die Auslieferung der preiswerten Kompilationen und bestimmter Nischenprodukte. Hier reden wir von circa 80 Titeln. Die Anzahl unserer Top-Label wird sich in Zukunft allerdings noch erhöhen.

Wirklich beeindruckend! Aber angesichts der bereits jetzt beklagten Marktüberflutung ist das eine enorme Zahl. Seht Ihr nicht die Gefahr Euch selbst den Markt kaputt zu machen?

Nein, ganz und gar nicht. Im Gegenteil! Da wir sozusagen ein „Vollsortimenter“ sind, sind wir bestens auf die verschiedenen Wünsche all unserer Kunden eingestellt. Und es zeigt sich immer wieder, dass die Einkäufer gerade diese Situation an Playhouse bindet. Für sie ist es einfacher mit einem Anbieter zu arbeiten, der alles liefern kann, als mit 10 verschiedenen Lieferanten. Ein weiteres Plus ist hierbei natürlich auch, dass unsere Lieferfähigkeit für alle Produkte stets gewährleistet ist.

Wir haben ja nun auch schon einige Eurer Eigenproduktionen gesehen und vorgestellt. Was zeichnet denn Eure Eigenproduktionen aus Deiner Sicht aus? Eigenes Team, Genres, Cover, etc.?

Zunächst haben wir einen Produktionsleiter, der aus dem traditionellen Filmgeschäft kommt. Seine Erfahrung spiegelt sich in der Qualität unserer Eigenproduktionen wieder. Natürlich ist auch das hoch motivierte Kreativ-Team bei uns im Hause ein weiterer Garant für den Erfolg unserer Produktionen, das zeigt schon die ausgezeichnete Covergestaltung. Denn man sollte nie vergessen, dass der Kunde zuerst nach dem Cover kauft.
Natürlich beobachten wir ständig, in welche Richtung sich der Markt entwickelt und können entsprechend schnell neue sich abzeichnende Trends in Produktionen umsetzen.

Bert Ruzette PlayhouseSiehst Du auch in anderen Punkten noch Unterschiede zwischen Playhouse und anderen Firmen?

Wie ja schon zuvor erwähnt, glaube ich an unser Gesamtkonzept, das sich mit einem guten Produkt, stabilen Preisen und vor allen Dingen auch durch guten Service des gesamten Playhouse -Teams auszeichnet.

Welche Themen sind derzeit bei den Kunden angesagt? Gonzo, Nischen, Spielfilme, etc.?

Nach wie vor verkauft sich das Gonzo-Konzept sehr gut, obwohl eine leichte Sättigung zu erkennen ist.
Stark im Kommen ist unserer Meinung nach Reality-Sex. Ein Thema, dem wir uns mit unserem neuen Label Killergram angenommen und auch umgesetzt haben.
Ein konstantes Thema sind immer Teens, welches wir gleich mit zwei Labeln umsetzen werden: Einmal mit unserem neuen Label Legal Pink, das im Oktober startet und des weiteren freuen wir uns auch, im November den Vertrieb von Seventeen europaweit zu übernehmen.

In welchen Ländern seid Ihr mit Eurem Angebot inzwischen präsent?

In Europa fällt mir auf die Schnelle gar kein Land mehr ein, in dem wir nicht präsent sind. Aber auch in Nordamerika sind wir immer stärker vertreten.

Über den amerikanischen oder deutsche Markt weiß man inzwischen schon einiges, aber wie muss man sich den holländischen Porno-Markt vorstellen? Gibt es viele eigene Label oder überwiegend Vertriebe?

Ich denke, dass wir in dieser Konstellation in Holland einzigartig sind, da die meisten unserer holländischen Mitbewerber sich auf den Import amerikanischer Produktionen konzentrieren. Unser Bestreben ist es, sich von den amerikanischen Produzenten weitest gehend unabhängig zu machen. Dies ist auch der Grund dafür, dass wir die Anzahl der Eigenproduktionen enorm gesteigert haben.

Playhouse Walter Kroes