Common-Law Cabin (Russ Meyer Films)

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Nach seinen ersten Schwarz-Weiß Produktionen scheint Russ Meyer nun mit „Common-Law Cabin“ sein persönliches Erfolgsrezept gefunden zu haben, welches er in seinen folgenden Werken konsequent umsetzte und perfektionierte.

Common-Law Cabin DVD CoverRuss Meyers liebestolle Hexen!

Diese sind wiederum, angefangen mit „Common-Law Cabin“, mehr oder weniger direkt auf das Publikum und Format der amerikanischen Drive-In Kinos zugeschnitten.
Dies bedeutete allerdings zum damaligen Zeitpunkt auch den Verzicht auf explizite Nacktszenen, was Meyer selbst weniger störte, da er mittlerweile wusste, dass sich durch blosse Nacktheit keine großen Verkaufszahlen mehr erzielen ließen. Umso mehr konzentrierte er sich daher auf die gewaltigen Oberweiten der Hauptdarstellerinnen. In diesem Fall hatten übrigens alle drei Alaina Capri, Adele Rain und Babette Bardot, die bereits in „Mondo Topless“ zu sehen war, eine identische Oberweite von 105-60-90.

Inhaltlich präsentiert Russ Meyer hier eine Story, die sich vom Muster und mit Abstrichen des klassischen Detektivfilms bedient. Verantwortlich fürs Script zeichnete ein weiteres Mal Jack Moran (John E. Moran), der hier auch in der Hauptrolle als Dewey Hoople zu sehen ist.  
Als Drehort wählte Meyer diesmal nicht die Wüste, sondern eine verlassene Gegend am Colorado, welche er passend zur Story auswählte. Als weiteren Vorteil dieser gleichermaßen abgelegenen Gegend genoss Meyer natürlich auch sämtliche Freiheiten bei der Produktion, ohne Ärger oder Restriktionen seitens der Gewerkschaften oder Behörden befürchten zu müssen.

Die Story von „Common-Law Cabin“ ist mal wieder, ein wenig melodramatisch umschrieben, eine tragische Geschichte von Menschen, die Opfer widriger Umstände und ihrer eigenen Gier und Geilheit werden. Meyer selbst gab in einem Interview zu, dass die Storyline unlogisch und mit Insider-Scherzen versehen sei, was allerdings in der hier vorliegenden deutschen Fassung nicht unbedingt zum Vorschein kommt.
Und um ehrlich zu sein, stehen auch hier die üppigen Rundungen der Darstellerinnen im Vordergrund. Absoluter Hingucker ist hier Babette Bardots exotischer Messer Go Go -Tanz. Wahnsinn!

Los geht es in der schon erwähnten beschriebenen einsamen Gegend des Colorado-Rivers, wo Dewey Hoople (Jack Moran) in einer Baracke mit Freundin Babette (Babette Bardot) in wilder Ehe zusammenlebt. Im Übrigen bezieht sich auf diesen Umstand auch der Filmtitel. Dazu kommt noch Deweys leibliche Tochter aus erster Ehe Coral (Adele Rein), über die er eifersüchtig wacht. In dieses Loch am Ende der Welt, namens „Hoople’s Heaven“, lockt der stets betrunkene Captain Cracker (Frank Bolger) hin und wieder einige vergnügungssüchtige Touristen, die sich auf der Farm an reichlich Alkohol, exotischen Speisen und Babettes halbnackten Anblick erfreuen dürfen.
So lockt Cracker diesmal gleich drei Personen an: das wohlhabende, aber unglückliche Arztehepaar Shelia (Alaina Capri) und Martin Ross (John Furlong), sowie den korrupten Cop Barney Rickert (Ken Swofford), der nach einem Juwelenraub untertauchen muss.
Schon nach kurzer Zeit auf der Farm macht sich Rickert an die Frauen ran. Zuerst schnappt er sich die frustrierte Shelia, dann mit Gewalt Babette und später Coral, wobei er jedoch gestört wird. Von da an überschlagen sich die Ereignisse förmlich und enden in einem wilden Schauspiel aus Sex und Gewalt, welches mehr als nur ein tödliches Opfer fordert unter den Beteiligten fordert.  

Wie stets bei den Produktionen von Russ Meyer, war auch hier die Crew wieder klein, überschaubar und bestand aus vielen Bekannten.
Jack Moran wurde schon zu Beginn erwähnt, aber auch der Rest der Crew bestehend unter anderem aus Tontechniker Richard Brummer, Regie-Assistent und Produktions-Manager George Costello und Kamera-Assistent Jack Lucas sollten den Meyer-Fans aus den Credits sattsam bekannt sein.
Seitens der Darsteller sind auch John Furlong und Franklin Bolger wieder dabei. Pikanterweise ist der deutsche Teenytraum Adele Rein zum Zeitpunkt der Dreharbeiten bereits schwanger gewesen. Leider war ihre Rolle des Töchterchen Coral, neben ihrer Rolle in „The Girl with Hungry Eyes“ aus dem gleichen Jahr und unter dem Pseudonym Vicki Dee, ihr einziger bekannter Filmauftritt.

In Deutschland lief diese Russ Meyer-Produktion übrigens nie im Kino und in den Staaten war ihr der Erfolg auch erst nach der Änderung von „How much loving dies a normal couple need?“ in „Common-Law Cabin“ vergönnt.

Common-Law Cabin“ ist ein witzig-rasantes Meyer-Spektakel, welches verdammt viel Spass und Lust auf mehr macht!


Common-Law Cabin

Originaltitel / Alternativtitel: Die liebestollen Hexen, Wieviel Liebe braucht ein normales Paar?
Genre: Erotikfilm, Sex Spielfilm, Klassiker 
Land / Jahr: USA 1967
Laufzeit: ca. 70 Min.
Studio / Vertrieb: Russ Meyer Films / WVG Medien
Regie: Russ Meyer
Erotik Darsteller: Ken Swofford, Alaina Capri, Jack Moran, Adele Rein, Frank Bolger, Babette Bardot, John Furlong, u.a.
Format (Bild + Ton): DVD, PAL 4:3, DD 2.0 (dt.)
DVD Extras: -

Common-Law Cabin (Russ Meyer Films) 1

Tom
ist der Gründer, Herausgeber und Chefredakteur von German-Adult-News.com. Neben der Tätigkeit für GAN ist Tom auch noch als freier Texter und Redakteur für andere Blogs, Online-Shops und Magazine (On- und Offline) aktiv. Die Themen-Bandbreite reicht dabei von Entertainment & Medien bis hin zu E-Commerce. Geboren und wohnhaft im Herzen des Ruhrgebiets ist Tom seit vielen Jahren glücklich verheiratet und stolzer Vater.

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