Samstag, Mai 18, 2024

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Franz Krenn: Ein Pornohengst aus Österreich im Interview

Das Interview mit Franz Krenn entstand eher durch einen Zufall, genauer gesagt durch den Kontakt über unser Partner-Forum bei Renee Pornero. Aus dem Verlauf mehrerer, teils intensiver Diskussionen über die gesamte Bandbreite des Themas Pornografie ergab sich dann die logische Schlußfolgerung, das Ganze doch einfach mal in Form eines Interviews zu packen und zu veröffentlichen. In diesem Sinne viel Vergnügen und unser österreichischer Pornohengst ist natürlich keineswegs mit dem gleichnamigen Komponisten und/oder SPÖ-Politiker zu verwechseln.


Franz Krenn Interview Bild 1Hallo Franz, obwohl Dich sicherlich schon einige unserer Leser aus unserem bzw. Renee Porneros Forum oder diversen Pornofilm-Produktionen kennen, möchte ich dennoch bitten Dich allen noch mal kurz vorzustellen.

Tja, langsam komme ich in ein Alter,wo man(n) sich schon gern als jünger ausgeben würde. Also ich bin gerade noch Ende 30, Anfang nächsten Jahres werde ich meinen 40er feiern. Die meisten Leute schätzen mich allerdings noch wesentlich jünger (meist zwischen 30 und 35), also dürfte mein biologisches Alter offenbar noch niedriger liegen (Sex hält jung ;-).
Franz ist eigentlich nur ein Pseudonym, mein offizieller Name ist ganz anders. Aber warum sollen männliche Darsteller keine Pseudonyme verwenden dürfen; Dolly Buster und Gina Wild sind ja auch nur Künstlernamen, nicht wahr.
Mein Brotberuf ist derzeit (noch) das Übersetzen; noch deshalb, weil’s mir eigentlich schon lange keinen Spaß mehr macht und ich schon ganz andere Pläne im Kopf habe. Falls mir der späte Durchbruch doch noch gelingen sollte, würde ich noch gern ein paar Jahre hauptberuflich Porno machen; für danach habe ich viele verschiedene Pläne, auf die ich hier aber nicht näher eingehen kann.

Du arbeitest also derzeit noch nebenberuflich als Pornodarsteller. Kannst Du uns schildern, wie Du zum Pornofilm gekommen bist und ob es Dein Wunsch / Ziel ist, die Tätigkeit als Darsteller zum Hauptberuf zu machen?

Meine ersten Sporen habe ich mir bei der Wiener Produktion FunMovies verdient; d. h. in diesem Fall eben nur Sporen und keine Gagen, denn für Männer haben die nix gelöhnt. Ich hab’s gemacht, weil die Mädels zum Teil recht geil waren und weil ich erst einmal Erfahrungen sammeln wollte; außerdem habe ich damals in der Nähe des Drehorts gewohnt und hatte daher auch keinen Reiseaufwand.
Ich hatte später einige wenige bezahlte Engagements bei kleineren Produzenten; in die Profi-Liga würde ich natürlich gern einsteigen, aber da bin ich leider nicht der einzige.
In Mitteleuropa bzw. im dt. Sprachraum scheint es für männliche Darsteller kaum reguläre Möglichkeiten zu geben, sich einen Platz an der Sonne zu erobern; zum letzten Casting bei Magma (bzw. Isabel Golden) hatte ich mich dreimal angemeldet, aber keine Rückmeldung bekommen.
Beim ÖKM-Casting im Mai diesen Jahres habe ich teilgenommen – aber das war ein totaler Flop diesmal, das verdient die Bezeichnung Casting nicht. Das war überhaupt nicht organisiert, das war ein totales Chaos; mit dem Sieger dort habe ich vor kurzem privat telefoniert, er hat trotz seines Sieges noch kein einziges Engagement bekommen.

Wie schaffst Du es eigentlich noch, sorry für die Frage, mit Ende 30 so potent zu sein? Man munkelt da was von Betonständer und bis zu maximal 4 Abspritzern am Tag …

Zum Teil ist das vermutlich Veranlagung; ich hatte immer schon von Natur aus einen sehr starken Sexualtrieb, Sex war für mich immer das Größte. Und beim Sex gilt wohl auch dasselbe wie im Sport: Übung macht den Meister. Das Rezept, um ein guter Läufer zu werden, heißt: Laufen, laufen, laufen. Der Schwimmer muss schwimmen, schwimmen, und nochmals schwimmen. Der Pornohengst muss… na, Du kannst es Dir wohl schon denken ;-).
Zum anderen kommt natürlich auch die allgemeine körperliche Verfassung dazu; mit Bierbauch und Hühnerbrust wird man(n) es auch beim Porno zu keinen Höchstleistungen bringen. Ich war auch beim Sport immer ein extrem ausdauernder Typ; dazu lebe ich sehr Gesundheits bewusst: Ich rauche nicht, konsumiere auch Alkohol und andere Genussmittel nur in Maßen und ernähre mich seit 13 Jahren biologisch und Vegan (ohne tierische Nahrung). Das ist für mich keine strenge Askese; ich bin eigentlich ein großer Hedonist Aber ich finde im Sex soviel Genuss, dass ich auf viele andere fleischliche Genüsse leicht verzichten kann.

Hast Du Dir in diesem Zusammenhang eigentlich schon mal überlegt, wie lange Du noch Pornos drehen willst?

Tja… so lange er noch steht, würd‘ ich sagen 😉 Der berühmte Dave Cummings (USA) ist mittlerweile 62 und noch immer kein bisschen weise.

Franz Krenn Interview Bild 2Du kommst ja unheimlich viel herum und sprichst an die fünf Sprachen. Wo hast Du denn überall schon gedreht und wo siehst Du die größten Unterschiede? Fangen wir mal mit Deiner Heimat Österreich an und hören bei einem Land Deiner Wahl auf?

In Ö gibt’s meines Wissens außer FunMovies keine größere, ernst zunehmende Produktion, nur eine Handvoll Amateure. Außer in Ö selbst habe ich bisher in Deutschland und Holland gedreht, teils Amateur, teils Profi. Länderspezifische Unterschiede habe ich dabei kaum bemerkt, außer dass in Holland mehr erlaubt ist als in D und A; ausreizen tun die das in der Regel aber auch nicht, weil sie ihre Produktionen ja international vermarkten wollen und sich daher an die jeweils strengeren Restriktionen halten.
Was die fünf Sprachen betrifft: Auf die komme ich nur, wenn ich österreichisch als eigene Sprache rechne, wofür es ja gute Gründe gibt (ist von hochdeutsch ungefähr so verschieden wie niederländisch) 😉

Für welche Porno Produktions-Firmen und mit welchen bekannten Pornodarstellern/-innen hast Du schon gearbeitet?

Wirklich große, bekannte Labels waren da bisher – leider – noch nicht dabei; rein mengenmäßig am meisten habe ich mit FunMovies in Ö gedreht, da muss ich so bei 10 Filmen dabei gewesen sein. Leider war bei denen nur die Vermarktung professionell, alles andere leider ziemlich amateurmäßig.
In Holland war ich einmal bei Triple SSS engagiert (nicht zu verwechseln mit Triple XXX, das mittlerweile zum Private-Imperium gehört), und dieses Jahr im März war ich bei einem Private-Casting in Amsterdam.
Leider beruhte die Einladung dorthin auf einem Missverständnis; die schrieben „no experience required“, suchten in Wahrheit aber komplette Novizen für ein spezielles TV-Projekt (so eine Art Reality-TV-Serie über frisch rekrutierte Pornodarsteller, die übrigens jetzt im Sommer in den Niederlanden anlaufen sollte); sie lehnten mich letztlich ab, weil ich ihnen „too experienced“ war, was mich natürlich schon ziemlich geärgert hat. Wenn die mir vorher Bescheid gegeben hätten, dass sie nur „inexperienced novices“ suchen, hätt‘ ich mir die Reise nach Amsterdam nicht angetan. Vielleicht hätte denen jemand besseres Englisch beibringen sollen…

Gibt es Personen oder Firmen für die noch gerne arbeiten würdest oder ist Dir das egal?

Das ist mir natürlich keineswegs egal; für ganz große Labels wie Private arbeiten zu dürfen, wäre natürlich toll, aber auch im dt. Sprachraum gibt es einige namhafte und angesehene Produzenten, bei denen ich ein Engagement bestimmt nicht ablehnen würde. Ich hab‘ im Moment keinen wirklich repräsentativen Überblick darüber, welche Firmen da gerade in welchen Genres aktiv sind – aber im Prinzip ist mir alles recht.

Nach welchen Kriterien beurteilst Du eine gute Pornofilm-Produktion?

Schwer zu sagen; aus meiner ganz persönlichen Perspektive heraus natürlich vor allem danach, ob’s Spaß gemacht hat und ob die Remuneration adäquat ist für die vergossenen Körpersäfte (also Schweiß und so, gell ;-).
Wie das Endprodukt dann aussieht, darauf habe ich als Darsteller ja nur wenig Einfluss, da wird ja noch viel herum geschnitten daran. Grundsätzlich sind mir aber Produktionen sympathischer, wo es eine witzige und plausible Story gibt und wo diese auch ästhetisch ansprechend umgesetzt werden kann.

Schaust Du auch privat Pornos u