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Philippe Soine im Interview über Sex made in France

Wer sich schon seit einiger Zeit mit der Arbeit unseres Magazins beschäftigt, dem dürfte mittlerweile ja bereits aufgefallen sein, daß meine Wenigkeit eine große Affinität für das kreative Schaffen von Philippe Soine hat. Doch das scheint nicht wenigen Leuten so zu gehen. Warum sonst sollte Magmafilm, die Soines Werke in Deutschland vertreiben, auf jedem Cover seinen Namen ausschreiben?

Das ist ja nicht selbstverständlich und geschieht auch nur bei bestimmten Personen, die dem Publikum ein Begriff sind und einen bestimmten Stil repräsentieren. Der Stil von Philippe Soine besteht aus einer exzellent geführten, subjektiven Kamera, einer intimen, erotischen Atmosphäre und dem Gespür für die richtigen Darstellerinnen, welches auf jahrelange Arbeit in diesem Business zurückgeht.
Nachdem er sich nämlich einen ausgezeichneten Ruf als Darsteller erarbeitet hatte, wechselte Soine in den Regiebereich, um seine eigenen Visionen verwirklichen zu können. Doch er blieb der Pornowelt auch vor der Kamera treu, und hat keineswegs vor, dies in naher Zukunft zu ändern.

Was der fanverbundene, sympathische und teilweise sogar recht bescheidene Franzose alles zu berichten hatte, erfahrt Ihr im nun folgenden Exklusiv-Interview. Wir möchten uns an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich bei der Firma Magmafilm bedanken, die uns dieses Interview kurzfristig ermöglicht haben.

Philippe Soine Interview Bild 1Wann genau hat Deine Karriere in Hardcore-Filmen begonnen, und was waren Deine ersten Schritte in diesem Business?

Meine Karriere begann im September 1987 in Paris. Ich bin eines Tages in ein Pornotheater gegangen, um dort nach Arbeit zu fragen. Dort fing alles an, denn ich traf auf Michel Ricaud. Er war zu dieser Zeit der beste Hardcore-Regisseur in Frankreich und hat für Marc Dorcel gearbeitet.

Was waren Deine Eindrücke der damaligen, französischen Pornoszene?

Es waren starke Eindrücke. Ich dachte zu diesem Zeitpunkt, daß Sex real ist. Ich war auch der Überzeugung, daß die Darsteller ihr Bestes geben müssen. Doch das Gegenteil war der Fall! Alles wurde genau vom Regisseur vorgegeben. Es gab keinerlei Freiheiten in der Ausführung, und er herrschte ein ständiger Kampf zwischen den Darstellern und dem Regisseur. Das Schlimmste damals waren aber die französischen Mädchen! Ich hatte von den Magazinen eine gewisse Vorstellung. Dort wurden stets sehr hübsche Mädchen gezeigt, und so dachte ich, die Frauen, mit denen ich drehen würde, wären ebenso schön. Beim ersten Dreh wurde ich allerdings eines besseren belehrt. Es waren fast alle hässliche, schmutzige Mädchen, die Probleme mit ihrem Leben hatten. Ansonsten habe ich mit den drei Pornostars, die es zu der Zeit gab, gedreht. Es gab immer nur diese drei in den ersten zwei Jahren. Der größte Schock für mich war Joy Karins. Sie war das absolute Gegenteil von meiner Vorstellung einer Frau. In allen Belangen: Art, Aussehen, einfach alles.

Was waren denn Deine ersten wichtigen Schritte auf dem Weg zur Bekanntheit?

Der erste, wichtige Schritt entstand durch Marc Dorcel. Dort habe ich mich entwickelt. Der zweite Schritt kam durch meine Arbeit in Italien, in Filmen von Mario Salieri. Der größte Sprung kam aber letztendlich ca. 1996/1997 durch meine eigene Sache. Ich habe mir viele Anregungen über das Fernsehen geholt, was immer stärker im Kommen war mit dem Canale Plus. Ich habe dort gesehen, wie mache Sachen gemacht werden und habe versucht, es für mich noch besser umzusetzen.

Welche Regisseure und Produzenten würdest Du als die Wichtigsten ansehen, die Du im Lauf der Zeit kennengelernt hast?

Michel Ricaud, Moli, Mario Salieri und Pierre Woodman.

Wann kam Dir die Idee, selber Regie zu führen? Was hoffst Du, in dieser Position für Dich erreichen zu können?

Den Anfang in dieser Hinsicht unternahm ich 1995 mit „Globetrotter“. Ich hatte es einfach satt, nur die Marionette für die Regisseure zu sein. Also begann ich, meine eigenen Ideen umzusetzen.

Hat diese Umstellung Dir Probleme bereitet?

Nein, es gab keine Probleme! Es gab immer nur Lösungen! Es mußte immer ein Weg gefunden werden, mit einer problematischen Situation umzugehen oder damit fertig zu werden. Denn wenn alles perfekt wäre, gehen schließlich die Emotionen verloren!

Woher kam Dir die einzigartige Idee mit der „subjektiven Kameraführung“?

Es ist eigentlich gar nicht „mein“ Stil. So arbeiten viele. Eigentlich macht jeder, der ein Homevideo mit einer Digitalkamera dreht, genau das Gleiche. Das Wichtige ist die Vorstellung, selber im Film zu sein! Der Traum eines jeden ist es doch schließlich, mitten drin in der Filmhandlung sein zu können. Meine Art hat sich verfeinert, weil ich einmal einen Film gesehen habe, in dem die subjektive Kamera ein sehr verführerisches Mädchen zeigte. Ich habe beim Betrachten sofort einen Ständer bekommen! Doch auf einmal war die Hand des Filmers im Bild zu sehen, und meine Fantasie war augenblicklich beendet. Ohne den Mann hat man das Gefühl, als Betrachter bei dem Mädchen zu sein. Das war der Hintergrund für meinen Stil. Mich sprechen sehr viele Leute an, weil sie sich mit mir identifizieren. Sie träumen davon, das Gleiche mit den Mädchen tun zu dürfen. Ich lege viel Wert darauf, daß man Bewegung in den Filmen hat, daß es nicht perfekt ist. Bei Mario Salieri z.B. ist alles perfekt gemacht. Es sind sehr gute Filme, aber für meinen Stil fehlt es dort an Bewegung. Außerdem kann ich noch sagen, daß ich mir viele Filme ansehe und auch von den anderen Produktionen lerne!

Wie schaffst Du es, gleichzeitig als Darsteller und Kameramann zu arbeiten, ohne daß das Bildmaterial darunter leidet?

Also, es ist wirklich so, daß man diese Art von Filmen nur machen kann, wenn man vorher schon Hardcore-Darsteller war. Nur dann ist man nämlich in der Lage, die Kameraarbeit zu leisten, ohne sich allzu sehr auf den Akt konzentrieren zu müssen. Ich schaue lediglich in meinen kleinen Kamerabildschirm, weil alles andere automatisch abläuft. Ich beginne den Dreh immer damit, mit den Frauen zu sprechen. Wir reden über das Leben und über Alltägliches. So bekomme ich einen Eindruck, wie die Frau ist. Bei mir sind die Emotionen am wichtigsten! Ich drehe auch am liebsten bei Tageslicht. Es muß nicht immer alles genau zu sehen sein. Daher ist die Qualität in meinen Filmen bestimmt nicht die Beste, aber es kommen jede Menge Gefühle und Emotionen herüber!

Arbeitest Du mit einem bestimmten Team zusammen, und wie wichtig ist Dir so etwas?

Ja, das Team ist das Skelett der ganzen Arbeit. Ich komme manchmal zum ersten Mal an einen bestimmten Drehort, und schließlich sind auch immer Mädchen dabei, die ich noch nicht kenne. Da gibt das Team doch eine gewisse Sicherheit.

In letzter Zeit hast Du einige Praktiken etwas vernachlässigt, wie z.B. Natursekt und den Sex an öffentlichen Orten. Wie kam es dazu?

Ja, es stimmt, das ist etwas in den Hintergrund geraten. Das liegt daran, daß ich Natursekt-Filme gesehen habe, die einfach besser gemacht waren als meine Sachen.
Mit den öffentlichen Orten ist es so, daß es nicht einfach ist, alles allein zu machen. Man muß sich auf die Kamera, die Frau und die Öffentlichkeit konzentrieren, und das ist schon enorm schwer!

Was kannst Du uns zum Casting für einen Philippe Soine-Film sagen? Was muß man mitbringen, um von Dir verpflichtet zu werden?

Casting is crazy! Ich suche in ganz Europa geeignete Leute, denn das ist gar nicht so leicht. Es ist für mich nicht wichtig, daß es besonders schöne Menschen sind. Denn toll durchtrainierte Bodybuilder- oder Topmodelkörper gibt es doch dauernd zu sehen! Was immer gut bei meinen Fans ankommt, ist die Konstellation „alte Männer-junge Mädchen“. Dann kommen beim Zuschauer Emotionen hoch und er denkt, „Warum nicht ich?“.
Ansonsten arbeite ich oft mit kleineren Agenturen zusammen, wie z.B. in Polen. Dort bekomme ich sehr natürliche Mädchen. Ich mag am liebsten Leute, die einen guten Humor haben. Vom Typ selbst kommt alles Mögliche in Frage!

Welche Veränderungen hast Du im Lauf der Zeit im Porno-Business mitbekommen, und wie versuchst Du, Schritt zu halten?

Früher war es so, daß man die Darsteller nur aus den Filmen selbst kannte. Heute bekommt man Informationen aus Zeitschriften, mit dem Hintergrund der Leute und Lebensläufen. Das bringt mehr Nähe und Verständnis. Das Fernsehen hat auch sehr viel verändert. Zu mir selbst kann ich nur sagen: „Ich versuche, die Realität einzufangen, denn die Realität kann nicht aussterben!“

Erzähl uns doch mal, wie Du mit der Arbeit von Magma, dem deutschen Vertrieb Deiner Filme, zufrieden bist. Habt ihr noch interessante Zukunftspläne, die Du uns verraten kannst?

Zu meiner Zusammenarbeit mit Magmafilm kann ich nur sagen: „Es ist eine echte Liebesgeschichte!“. Es fing bereits mit Moli sehr positiv an. Ich kann es nicht genau erklären, es ist halt eine reine Gefühlssache und hat von Anfang an gepaßt. Für mich ist es wichtig, mich wohl zu fühlen, da rückt das Geld dann in den Hintergrund. Magmafilm und Moli ist für mich wie eine Familie, und nur die