Mit dem neuen Album von Zebrahead gibt es nach langer Zeit auch mal wieder ein neues Musik Review zu vermelden. Ehrlich gesagt konnte ich mich schon gar nicht mehr daran erinnern, wann ich das letzte Mal überhaupt eine Musik CD für German-Adult-News besprochen habe …

Musik Rezension - Zebrahead - Brain Invaders CD (Album 2019)Mit einem Blick in die Musik Reviews wurde mir schnell klar, dass es mehr als offensichtlich schon viel zu lange her ist! Scheinbar waren wir für einige Label dann irgendwann wohl doch zu „Hardcore“-lastig, womit in diesem Fall keineswegs die Musikrichtung gemeint ist.

Umso größeren Dank an dieser Stelle an Sylvie! Wie sagtest Du doch so schön: „Erotik und Rock’n‘Roll schließen sich ja nicht aus – ganz im Gegenteil!“ Recht hast Du!

Doch kommen wir nun zum neuen Album von Zebraheads namens Brain Invaders. Mit dieser Veröffentlichung legt die fünfköpfige Multikulti Band aus Orange County ihr nunmehr 12. reguläres Studio-Album in 23 Bandjahren vor. Dazu muss ich vorwegschicken, dass es zugleich das erste Album der Jungs ist, welches ich bewusst zur Kenntnis nehme.
Traurig aber wahr, und ich scheine mit Zebrahead durchaus etwas verpasst zu haben … Denn während die Jungs in ihrer amerikanischen Heimat immer noch als Geheim-Tipp und Underground-Act gelten, sind sie in Japan total angesagt. Aber auch auf europäischen Bühnen sind sie ein gern gesehener und beliebter Live-Act.

Und nachdem ich mich ein wenig über die Band eingelesen habe, muss ich doch zugeben, dass ich zumindest einen alten Song kenne: und zwar With Legs Like That. Der Song war das Entrance Theme der Wrestlerin Maria Kanellis, die ich im Gegensatz zur Band kenne. Zugleich war sie eine der letzten WWE Divas, die sich nackt im Playboy zeigen durfte. Aber das ist eine andere Geschichte …

Zebrahead: Brain Invaders = Party on the Dancefloor

Ich könnte es mir jetzt bei der Rezension einfach machen und gemäß der Überschrift sagen, geile Mucke und alle Songs gehen voll ab. Fertig! Aber ganz so einfach ist es nach dem mehrmaligen Anhören der 14 Songs dann doch nicht.

Offizielles Bandfoto Zebrahead BeachFangen wir also klassisch mit dem Opener „When Both sides sucks, we’re all Winners“ an und arbeiten uns bis zum Ende durch. Der erste Song auf dem Brain Invaders Album kann jedenfalls auf ganzer Linie überzeugen. Mit dem irgendwo zwischen Hardcore und Crossover gelagertem Song gibt es gleich mal ordentlich was auf die Ohren. Gerade der Refrain erinnert mich vom Gesang her streckenweise an Prong, was die ihn aber keineswegs schlechter macht. Hart, schnell, gut und Punkt!

Mit „I won’t let you down“ geht es nicht weniger vorantreibend weiter. Ein bisschen weniger aggressiv, aber die temporeiche „Gute Laune“ Punkrock-Nummer geht gefällig ab und ins Ohr.

„All my Friends“ knüpft direkt und gelungen daran an und lässt die prägnanten Parts markant durchklingen, die Zebrahead im Vergleich mit anderen Genre-Bands ausmachen. Das Resultat ist folglich ein feiner Melodic-Smasher mit den obligatorischen Rap-Parts. Diesmal halt wieder mit ein wenig mehr Tempo und volle Kanne Partytauglich.

Auch bei „We’re not alright“ bleibt man sich stilistisch treu. Dabei gipfelt das keineswegs in Langeweile, sondern man weiß den Hörer durchaus noch zu unterhalten.

Nach den beiden mehr oder minder klassischen Pop-Punk Songs geht es mit „You do’t know anything“ umso abwechslungsreicher weiter. Ska-Punk ist nun angesagt und wird gleichermaßen verspielt, wie stimmungsvoll auf den Punkt gebracht. Eine richtig schöne und geile Nummer! Mehr muss man dazu auch nicht sagen, sondern einfach nur hören!

Etwas diffiziler sieht es bei „Chasing the sun“ aus. Mir persönlich ist der Beat-mäßige Song zu zerfahren und der Mix aus experimentellem Crossover Gefrickel mit wechselnden Rap-Parts weiß lediglich bei den Refrains mitzureißen. Für ällt

Umso mehr gefällt dagegen „Party on the Dancefloor“ bei dem man wieder aufs Gaspedal trit und im Kontext des Albums einen rundherum typischen Zebrahead Song abliefert.

„Do you Worst“ ist nicht unbedingt mein Song und auch „All die young“ weiß nicht sonderlich aufzufallen. Origineller geht es dagegen in „Up in Smoke“ zu Werke. Die Effekte einer Wasserpfeife und nicht ganz ernstgemeinten Zeilen wechseln sich mit Reggae-Einflüssen ab. Witzig, aber geht auch an mir vorbei.

„Ichi ne san shi“ trifft da schon wieder eher meinen Geschmack. Mit mächtig Druck und deutlichen Metal-Anleihen jagen Zebrahead einen echten Kracher mit aggressivem Groove aus den Boxen.

„Take a deep breath (and go fuck yourself)“ kommt als Ballade daher und ist trotz aller Emotionen und Intensität doch eher ein schwächerer Song. Nicht minder mäßig erscheint auch „Better living through chemistry“, wenngleich der Song auf textlicher Ebene durchaus mehr als sonst zu bieten hat.

Einen guten Abschluss findet Brain Invaders mit „Bullet on the brain“, indem man nochmal das volle Brett auffährt und den Hörer mitreißt.

Auch wenn mich nicht alle Songs durch die Bank weg begeistern konnten, sind immerhin ausreichend Songs dabei, um Zebrahead bei nächster Gelegenheit auch mal live sehen zu wollen. Ein gutes Fazit aus meiner Sicht und „Brain Invaders“ erweist sich als unterhaltsames Genre-Album.
Melodischer Punk mit stilistischen Ausflügen in Metal, Alternative-Rock und Rap. Oder anders gesagt: Alternative Pop Punk des kalifornischen gute Laune Quintetts, das mit Brain Invaders die alten Fans begeistern wird und sicherlich ausreichend Potenzial hat, um neue Fans dazu zu gewinnen.

Offizielles Band Foto von Zebrahead (2019)


Zebrahead – Brain Invaders

  • Genre: Musik, Melodic / Alternative Punk
  • Land / Jahr: USA 2019
  • Label / Vertrieb: Zebrahead Inc.
  • Format: Audio-CD mit 14 Songs

ÜBERBLICK DER REZENSIONEN
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ist der Gründer, Herausgeber und Chefredakteur von German-Adult-News.com. Neben der Tätigkeit für GAN ist Tom auch noch als freier Texter und Redakteur für andere Blogs, Online-Shops und Magazine (On- und Offline) aktiv. Die Themen-Bandbreite reicht dabei von Entertainment & Medien bis hin zu E-Commerce. Geboren und wohnhaft im Herzen des Ruhrgebiets ist Tom seit vielen Jahren glücklich verheiratet und stolzer Vater.